Aus den Medien: Christen im Irak, Gäste beim Papst, Bildungsbürger am Sonntag

Christen im Irak

Erneut stehen die verbliebenen Christen im Irak unter Druck. Der Bericht im Spiegel liegt schon acht Jahre zurück.

Mit dem Einmarsch der Amerikaner hat 2003 ein stiller Exodus aus dem Irak begonnen. 800.000 Menschen sollen bislang vor dem blutigen Chaos nach Syrien geflohen sein. Und obwohl Christen nur vier Prozent der Bevölkerung ausmachen, stellen sie unter den Flüchtlingen mehr als 30 Prozent, schätzt Schwester Antoinette Arbash. „Wenn das so weitergeht, wird es bald im Irak keine Christen mehr geben“, sagt die Nonne, die im Damaszener Caritas-Flüchtlingsbüro hilft, Iraker mit Nahrung, Medizin und finanzieller Nothilfe zu versorgen. „Viele haben ihre Häuser und Autos verkauft und sich bisher mit ihren Ersparnissen über Wasser gehalten. Nun sind sie aber schon Jahre hier, die meisten haben ihr Geld aufgebraucht und rutschen immer tiefer in die Armut ab.“

WEA zu Gast beim Papst

Die Evangelische Allianz war zu Gast beim Papst. Thematisiert wurde v. a. die Christenverfolgung. Thomas Schirrmacher im Interview:

Was war für Sie das entscheidende Ergebnis?

Wie gesagt, das meiste ist vertraulich. Die etwas merkwürdige Teilnehmerliste wird sicher in den nächsten Tagen öffentlich, ob es zu einer Presseinformation kommen wird, ist noch offen. Auch wenn wir nicht in offizieller Mission da waren, haben der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Geoff Tunnicliffe, der Globale Botschafter der WEA, Brian Stiller, und ich vor allem die Christenverfolgung thematisiert. Dies ist ein Thema, das den Papst tief aufwühlt, und zwar nicht nur, wenn es Katholiken betrifft. Er hat uns für die Zukunft eine viel engere Zusammenarbeit zugesagt. Einige der diskutierten oder schon geplanten gemeinsamen Aktionen werden sicher in Kürze bekanntgegeben werden.

Wenn die Spannung der Woche nachlässt

Wochenenden sind vor allem für Bildungsbürger eine Qual. Wenn die einen entspannen, beginnt für andere das Leiden an der Freizeit: Was soll man anfangen, wenn die Spannung der Woche nachlässt? Eine Studie war Anlass für einen Artikel in „Die Welt“.

„Das Ausmaß der Unsicherheiten im Berufsleben ist gestiegen. Viele empfinden deshalb am Sonntag schon Horror vor der Woche – weil sie nicht wissen, was sie am Montag erwartet.“

Ein Faktor ist sicher auch, dass für gut gebildete Menschen die berufliche Bestätigung enorm wichtig ist, wichtiger noch als die alltägliche Anerkennung vom Partner.