Aus den Medien: Böses Israel, solide Lehre, Druck auf nigerianische Christen

Böses, böses Israel

Die taz in einem lesenswerten Kommentar (VD: HR):

Liebhaber der simplen Welterklärung hatten es in den letzten Tagen sehr schön. Aus Zeitung, Hörfunk und TV konnten die Landsleute erfahren, wie simpel der „Nahostkonflikt“ doch ist. Strippenzieher, Angreifer und agierendes Übel: Israel.   Ein ganzes Land, das bombardiert, provoziert, tötet, droht. Von der Hamas oder „den Palästinensern“ auf der anderen Seite keine Spur. Stattdessen ist die Rede von Geschossen aus Gaza, von Raketenhagel und Bombenregen: eine Naturkatastrophe, die über Israel kommt.

Den deutschen Kirchen fehlt die solide biblische Lehre

Danke, Jacob Mameo, für die klaren Worte:

Die Kirchen in Deutschland schrumpfen, weil es „an solider biblischer Lehre“ fehlt. Dieser Ansicht ist Bischof Jacob Mameo von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias. Sie wuchs in den vergangenen 50 Jahren von 500.000 auf 5,6 Millionen Mitglieder. Wie Mameo in einem Interview mit der Zeitschrift „factum“ (Berneck/Schweiz) sagte, sind in Deutschland „allzu viele Theologen und Kirchenführer viel zu überzeugt von ihren eigenen geistlich-theologischen Vorstellungen“. Es sei schade, dass sie zu wenig auf „die viel lebendigeren und wachsenden Kirchen“ auf der Südhalbkugel hörten. Geistliche Leiter der westlichen Kirchen sollten vom „Ross theologischer Überlegenheit“ herabsteigen. Es gebe einen Hochmut nach der Melodie „Aller Fortschritt kommt aus Europa“.

Die Lage in Nigeria

Auf der Seite von Open Doors ist zur Situation der Verfolgung im grossen Land zu lesen:

Der „Islamische Extremismus“ ist in Nigeria die wesentliche Triebkraft für Verfolgung. Obwohl mit der Verfolgung der Christen in Nordnigeria meistens Boko Haram in Verbindung gebracht wird, ist das Schema der Verfolgung viel komplizierter als lediglich die gewaltsamen Übergriffe und die Ermordung  von Christen – und auch gemäßigten Muslimen – durch die militante islamistische Gruppe. Das trifft besonders auf die 12 nördlichen Scharia Staaten zu, in denen die örtlichen Behörden und die Gesellschaft den Christen kaum zugestehen ihren eigenen Lebensstil zu führen.

Es gibt Anzeichen, das in einigen Teilen Nigerias auch „Exklusives Stammesdenken“ zur Verfolgung der Kirche führt; aus den östlichen Staaten liegen zudem einige Berichte über die Verfolgung von Christen mit animistischem Hintergrund vor.

Schließlich bleibt noch die Frage offen, inwieweit die allgegenwärtige „Systematische Korruption“, die unter anderem von organisierten kriminellen Gruppen gelenkt wird Druck auf die Kirche ausübt.