Kinder in die Selbständigkeit begleiten (5): Wenn ein Kind sich zurückzieht

Mein Vierter ist fünfeinhalb. Ein Vierter von fünf Jungs hat es nicht einfach. Er muss dafür kämpfen, damit er in der Gruppe nicht untergeht. Doch dies ist nur die eine Strategie. Entweder erregt Mann durch Störung Aufmerksamkeit. Oder Mann verschwindet in der Versenkung, das heisst, zieht sich in sich selbst zurück.

Ungünstig

Mein Junior hat sich (wenigstens für eine Zeit) für die zweite Variante entschieden. Er war still und zurückgezogen. Vieles zog an ihm vorbei. Eigentlich ist dies (kurzfristig) für Eltern angenehm. Ein Kind läuft einfach mit. Es bereitet kaum Probleme und verhält sich unauffällig. Also lassen wir es in seiner inneren Komfortzone.

Alternative

Als Vater lasse ich mir wöchentlich durch den Kopf gehen, welchen von den fünf Söhnen besondere Aufmerksamkeit braucht. So hole ich in Kind auf meinen „inneren Radar“. Ich beobachte das Kind in verschiedenen Situationen, z. B. Engpässen, Übergangszeiten, aber auch im friedlichen Spiel. Ich spreche es an, frage nach. Innert kurzer Zeit bemerke ich Veränderungen: Es kommt häufiger auf mich zu, trägt Anliegen vor. Es beteiligt sich häufiger an Tischgesprächen und in den Andachtszeiten.

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