Kinder in die Selbständigkeit begleiten (7): Wem gehört meine Aufmerksamkeit?

Fünf Jungs sind voller Ideen. Sie regen sich gegenseitig von frühmorgens bis (spät)abends damit an. Innerhalb von Sekundenbruchteilen entsteht Gelächter, Lärm, eifriges Arbeiten, Spielen oder Streiten. So fassen Aussenstehende die Situation zusammen, wenn sie mir zurückmelden: „Da ist bei euch immer etwas los.“

Ungünstig

Die Ideen der Kinder haben jederzeit Vorrang. Ruft jemand an? Wir Eltern werden im Telefongespräch unterbrochen. Klingelt es an der Tür? Nach der stürmischen Begrüssung wird der Besuch in Beschlag genommen. Trifft man einen Bekannten auf der Strasse? Es wird gedrängelt weiter zu gehen. Fängt man ein Gespräch an? Gleich wird man unterbrochen mit einem Einschub.

Alternative

Ich habe gemerkt, dass sich dieses Muster sogar in die Unterhaltung mit meiner Frau eingeschlichen hat. Sind wir im Gespräch, müssen nur ein, zwei Buben stürmen – und meine Aufmerksamkeit ist weg. Das vermittelt meinem Gegenüber natürlich das Gefühl, hintan stehen zu müssen. Dies erfordert zuerst von mir eine Korrektur. Wie es bei allen Gewohnheiten ist: Das Umgewöhnen verlangt viel ab – und lohnt sich.

Ähnliche Beiträge