Die Liebe als einzige Trumpfkarte der Evangelikalen

Die „Liebe“ ist in den Augen vieler Evangelikaler die einzige Trumpfkarte, die sie auf dem Jahrmarkt der Religionen noch zum Ausspielen haben, das letzte, was vielleicht in den Augen der Welt den entscheidenden Impuls ausmachen könnte, sich für den Gott der Bibel anstatt für die Götzen der Welt zu entscheiden. Und diese Trumpfkarte spielen sie ad nauseam in allen Variationen aus, bis vom Bild des lebendigen Gottes vor lauter Liebestollheit nichts mehr übrig ist. Et voila!  Der „Liebesgötze“ ist geschaffen, ein Gott der für seine Liebe alles kompromitiert – seine Heiligkeit, seine Gerechtigkeit, seine Unwandelbarkeit, seinen Zorn und seine Herrlichkeit, damit er den Menschen ja gut gefällt. Diesen Gott gibt es nicht, er ist eine Vogelscheuche im Gurkenfeld, die nicht helfen und nicht verderben kann. Und die Evangelikalen geraten in Verzückung, wenn sie verkünden können, dass „Gott“ alle und jeden so sehr liebe.
Damit eines klar ist: Gott „liebt“ seinen Sohn und alles, was seinem Sohn gleich ist und sonst nichts. Unsere Botschaft ist nicht, dass Gott alle liebt. Unsere Botschaft ist, dass Gott den Sündern zurecht die Pest an den Hals hängen will, aber dass es durch Gottes Werke möglich ist, dem Sohne gleich zu und somit gleich ihm geliebt zu werden.

VD: OS