Narnia zum Vierten: Prinz Kaspian von Narnia

C. S. Lewis. Prinz Kaspian von Narnia. Carl Ueberreuter: Wien, 2005. (212-286)

Prinz Kaspian

(Onkel Miraz zu K.) Lass dich niemals wieder von mir dabei erwischen, dass du über diese dummen Geschichten sprichst oder auch nur nachdenkst. Es gab niemals solche Könige und Königinnen. … Und es gibt auch kein Wesen namens Aslan. (228)

(Doktor Cornelius) Und doch haben wir in all diesen Jahren unser eigenes Volk und all die anderen glücklichen Geschöpfe von Narnia so wenig vergessen wie die lang verlorenen Tage der Freiheit. (231)

„Eure Hoheit spricht, wie man es Euch gelehrt hat“, sagte der Doktor. „Aber das sind alles Lügen. …“ (232)

Sehr vieles lernte Kaspian, weil er seine eigenen Augen und Ohren kräftig gebrauchte. (232)

(Trumpkin) „Wer glaubt denn sonst heutzutage an Aslan?“ „Ich tue es“, erklärte Kaspian. „Und wenn ich bis jetzt nicht an ihn geglaubt hätte, so täte ich es jetzt. …“ (237)

Nikabrik

„Glaubst du an Aslan?“ fragte Kaspian Nikabrik. „Ich glaube an jeden oder jedes“, erklärte Nikabrik, „der oder das diese verfluchten Barbaren von Telmarern in Stücke schläge oder sie aus Narnia hinaustreibt. An jeden oder jede, Aslan oder die Weisse Hexe, verstehst du?“ (239)

„… Wir haben keine Hilfe erhalten. Du, der grosse Lehrer, du Meisterzauberer, du Alleswisser, verlangst du immer noch, dass wir unsere Hoffnungen auf Aslan und König Peter und die Übrigen setzen?“ (266)

„… Er (Aslan) verschwindet einfach aus der Geschichte. Wie erklärt ihr euch das, wenn er wirklich ins Leben zurückkam? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass die Geschichten nichts von ihm berichten, weil es nichts mehr zu berichten gab?“ (268)

Trumpkin

„… Mir ist es gleich, ob Eure Majestät in das Horn bläst oder nicht. Nur bestehe ich darauf, dass das Heer nichts davon erfährt. Es ist nicht gut, Hoffnungen auf Zauberhilfe zu erwecken, die sicherlich enttäuscht werden.“ (245)

„Ich denke, du hast kein Vertrauen zu dem Horn, Trumpkin?“, fragte Kaspian. „Das habe ich auch nicht, Majestät. Aber was hat das damit zu tun? Ich kann geradeso gut auf der Jagd nach Luftschlössern untergehen wie hier sterben. Ihr seid mein König und ich weiss, wann ein Rat gegeben und wann ein Befehl befolgt werden muss. Meinen Rat habt Ihr gehabt und jetzt ist die Zeit für Befehle gekommen.“ (246)

Lucy

Sie rannte auf ihn zu. Ihr Herz – das fühlte sie – würde bersten, wenn sie nur einen Augenblick zögerte. Und alles, was sie dann wusste, war, dass sie ihn küsste, dass sie ihre Arme, so weit es nur möglich war, um seinen Nacken schlang und dass sie ihr Gesicht in der wundervollen, mächtigen Seidenweiche seiner Mähne verbarg. (259)

„Und ich war so froh dich wieder zu sehen. Und ich glaubte, ich dürfte bei dir bleiben. Und ich dachte, du kommst brüllend an und schlägst alle Feinde in die Flucht – wie damals. Und jetzt wird alles so schrecklich.“ „Es ist schwer für dich, Kleines“, sprach Aslan. „Aber nichts wiederholt sich. Es war für uns alle in Narnia bis jetzt schwer.“ Lucy verbarg ihren Kopf in seiner Mähne um sich vor seinem Blick zu verstecken. Doch in seiner Mähne muss Zauber gewesen sein. Sie fühlte, wie Löwenstärke in sie hineinströmte. (260)

So kam es endlich zum Aufbruch. Lucy ging als Erste, biss sich auf die Lippen und versuchte zu unterdrücken, was sie am liebsten zu Suse gesagt hätte. Aber sie vergass es als sie ihre Augen auf Aslan richtete. (262)

(Suse zu Lucy) „Aber ich bin viel schlechter gewesen, als du denkst. … oh, ich weiss nicht mehr. Was soll ich ihm (Aslan) nur sagen?“ „Vielleicht brauchst du gar nicht viel zu sagen“, meinte Lucy. (263)

Aslan

Alle Bäume der Welt schienen auf Aslan zuzueilen. Aber je näher sie kamen, umso weniger sahen sie wie Bäume aus. (264)

„Erfrischungen! Zeit für Erfrischungen!“ … Als Lucy genauer hinsah, entdeckte sie, dass es eine ganze Weintraube war. Danach waren überall Weintrauben – oben, unten und rundherum. (265)

Dann brach die ganze Gesellschaft unter Aslans Führung auf. Bacchus und seine Mädchen sprangen und schlugen Purzelbäume und die Tiere hüpften um sie herum. (277)

Sobald der Atem des Löwen den Mann gestreift hatte, trat ein anderer Ausdruck in seine Augen – aufgeschreckt, aber nicht unglücklich -, als versuche er sich auf etwas zu besinnen. (285)

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