Buchbesprechung: Nur noch ein Mal!

Edward T. Welch. Nur noch ein Mal! (Nr. 15) 3L Verlag: Waldems, 2012. 21 Seiten. Euro 2,90.

In diesem Heft geht es um Süchte. Wir werden ständig von einem Wunsch übertrumpft, der uns geduldig drängt: „Nur noch dieses eine Mal, dann kannst du aufhören.“ (3) In diesen Momenten stehen nicht die zehn weiteren Male vor uns.

Wie lautet die Diagnose für das Problem? Es besteht ein Kreislauf von Vorstellung, Verlangen und Zustimmung. Dieser Kreislauf regiert. Je mehr wir jedoch unsere Wünsche füttern, desto grösser werden sie. Abhängigkeiten gedeihen am besten, wenn sie geheim gehalten werden. Verärgert sein über sich selbst ist eine Form von Stolz: Man denkt, man werde alleine fertig (14).

Zu welcher Denkweise führt der Glaube? Die Glieder dieses Kreislaufs können mit Gottes Hilfe durchbrochen werden. Alle Kämpfe unseres Lebens steht in Verbindung zu Gott. „Wenn das Licht in Bereiche Ihres Lebens scheint, die lieber im Dunkeln bleiben, dann wissen Sie, dass Gott etwas tut. Also lassen Sie das Licht scheinen!“ (7) Der Haken: Wir haben das Gefühl, dass wir Gott etwas mitbringen müssten. Doch er fordert nichts dafür!

Was bedeutet dies für das Handeln? Eine Verhaltensänderung erfordert neue Motive (10). Die Objekte unserer Abhängigkeit sind moderne Götzen. Der erste Schritt lautet: Hilfe suchen, nicht alleine meistern wollen. Sünde soll vor Gott – im Beisein eines Freundes – bekannt werden. Dann heisst es die Brücken zurück abzubrennen und einen Plan zu entwickeln.

Empfehlung: Wenn sich etwas als Kampf anfühlt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass etwas stimmt! Bereiten wir uns darauf vor, ihn den Rest des Lebens zu kämpfen.

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