Aus den Medien: Die Yoga-Lüge, Apostasie im Islam, Handy-Sucht

Die Yoga-Lüge

Ulrike Walker schreibt:

Wieso glauben wir Europäer dann, mit fernöstlichen Weisheiten das Paradies auf Erden errichten zu können? Selbst in staatlich finanzierten Studentenaustauschprogrammen Namens “Erasmus” wird Yoga angeboten. Nicht mal Kindergartenkinder werden davon verschont, selbst dann nicht, wenn Eltern ihre Bedenken äussern und ihr Kind dispensieren möchten, weil Yoga eben nicht neutral ist. Der 4. Yoga Grundsatz ist der Spiritualität Gottes gewidmet. Stellen Sie sich vor im Kindergarten würden man das “Vater unser” beten. Welch einen Aufschrei gäbe es in unserer christlich abendländischen Gesellschaft. Ist es doch selbst den Behörden der KESP ein Dorn im Auge, aus der Not heraus, Kinder in frömmlerische Pflegefamilien stecken zu müssen. Die Angst durch ein Tischgebet beeinflusst zu werden, ist gar zu gross. Aber bei Yoga, droht nicht die geringste Gefahr. Meinen wir – wir Europäer – gutgläubig wie wir nun mal sind. Da kann ein Inder über uns “Aufgeklärte” nur den Kopf schütteln. “Die Europäer sind so naiv, dass sie sich blind auf fernöstliche Meditationstechniken einlassen, ohne zu wissen, wohin die Reise führt”.

Apostasie im Islam – eine alternative Sicht

Prof. Dr. Christine Schirrmacher bespricht im „Jahrbuch Religionsfreiheit 2014“ (hier) das Hauptwerk des Gelehrten Abdullah Saeed (*1960), „Freedom of Religion, Apostasy and Islam“ (24-48). Im letzten Teil fasst sie zusammen:

Saeed schwächt die Berechtigung zur Beurteilung der Apostasie als todeswürdiges Verbrechen durch die islamische Theologie ab, indem er die Genese der Befürwortung der Todesstrafe als eigentlich nicht-islamisch – sondern politisch bedingt – in ihrem Ursprung erläutert. Damit relativiert er vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Füllung des Begriffs der Apostasie im Laufe der Zeit die Brandmarkung von Andersdenkenden als Apostaten in der Geschichte. Gleichzeitig hinterfragt er die Absolutheit der Autorität der Gelehrten, indem er zahlreiche Beispiele von missbräuchlicher Anklage wegen Apostasie zum eigenen Machterhalt benennt. Er bezweifelt damit die scheinbar eindeutige Auslegung und Bedeutung der Überlieferungstexte zur Apostasie, indem er sie hinsichtlich ihrer vermeintlich historischen Eindeutigkeit als inhaltlich mehrdeutig und fragwürdig darstellt. (46)

Er unterscheidet damit zwischen dem Koran als Gottesoffenbarung und dem für ihn im Widerspruch dazu stehenden Erbe der traditionellen Schariagelehrten, zu dem für ihn etwa eine abwertende Sicht anderer Offenbarungen sowie die politische Interpretation theologischer Sachverhalte gehören. Der Koran ist für ihn Grundlage des Glaubens, aus dem er Freiheitsrechte ableitet, wie sie die Verfassungen der Nationalstaaten formulieren, weshalb es für ihn keinen Gegensatz zwischen Islam und dem Leben in einer westlichen Gesellschaft geben kann. (47)

Abdullah Saeed verortet die Problematik bei der traditionellen Theologie, die nach Muhammads Tod die aus seiner Sicht zumindest teilweise anzweifelbare Überlieferung in den Stand unhinterfragbarer und zeitlos gültiger Regelungen erhob und die damaligen politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten als statische Komponenten zum Maßstab für die Moderne erklärte. (48)

Alle 10 Minuten am Handy

Forscher aus Bonn werten Daten über den Gebrauch des Mobiltelefons aus (VD: RK).

Ein Schock aber sei etwas anderes gewesen, worauf die Forscher bei der Auswertung gestoßen sind: Zwölf Prozent der Nutzer schauen sechs Mal pro Stunde auf ihr Handy. „Das muss man sich mal vorstellen: Alle zehn Minuten holt diese Gruppe von Leuten das verdammte Handy aus der Tasche und schaut nach, ob etwas passiert ist“, sagt Markowetz. „Das heißt doch auch: Das Smartphone ist immer da. Entweder in meiner Hand oder aber in meinem Bewusstsein.“

Für den Psychologen Christian Montag ähnelt das Nutzen eines Handys dem Umgang mit einem Glücksspielautomaten. Deswegen werde das Telefon so oft angeschaltet, sagt er. Bei dieser möglichen neuen Sucht handle es sich noch nicht um eine offiziell anerkannte Erkrankung. „Dennoch wissen wir, dass der Umgang mit dem Mobiltelefon suchtähnliche Symptome hervorrufen kann“, sagt Montag. So könne ein übermäßiger Konsum zur Vernachlässigung von wichtigen täglichen Aufgaben oder des direkten sozialen Umfelds führen. „Bei Nichtnutzung kann es sogar zu regelrechten Entzugserscheinungen kommen.“