Rückblick 2014: 7 Hilfen beim Bibelstudium

Dieses Jahr habe ich täglich weiter durch die Bibel gelesen. Als ich im Mai mit einer Runde fertig war, begann ich die nächste.

  1. Lass dich nicht aufhalten.

Es gibt tausend Gründe, um mit dem Lesen aufzuhören. Drei bekannte Feinde des Lesens in meinem Leben sind Gewöhnung, Ablenkung und Entmutigung. Ähnlich wie bei der Familienandacht habe ich das Prinzip etabliert: Egal, was passiert, lies einfach weiter.

  1. Öffne mir die Augen.

Wenn wir in der Familie Gottes Wort lesen, beginne ich oft mit Psalm 119,18: „Herr, öffne uns die Augen, damit wir die Wunder in deinem Gesetz erkennen.“ Eines Tages fragte mich ein Bube, warum ich dies so oft bete. Gute Frage! Wir können Gottes Wort lesen, aber wenn es uns der Heilige Geist nicht aufschliesst, zieht der Inhalt an uns vorbei.

  1. 2 + 1 bis 4 + 2

Nicht jeder Tag ist meine Aufmerksamkeit gleich. Manchmal bin ich müde und gehetzt; an anderen Tagen bin ich so gefüllt mit eigenen Gedanken, dass seine Gedanken kaum in mich eindringen können. Um die Bibel in einer vernünftigen Frist durchgelesen zu haben, portioniere ich mir 2 – 4 Kapitel aus dem AT sowie 1 – 2 aus dem NT. Diese Spanne gibt mir Spielraum, manchmal weniger, manchmal mehr zu lesen.

  1. Einen Vers pro Kapitel verinnerlichen

Auch wenn wenig Zeit bleibt, habe ich mir es zur Angewohnheit gemacht, pro Kapitel über mindestens einen Vers nachzudenken und zu beten. Oftmals sind es Stellen, die ich bisher nicht besonders beachtet habe.

  1. Lies die Bibel mit einem besonderen Fokus.

Neben der Gewohnheit, sich über einzelnen Versen länger aufzuhalten, ist ein „Weitwinkel“ für einen Durchgang durch die Bibel empfehlenswert. Das kann zum Beispiel Gottes Handeln sein (einmal strich ich sämtliche Verben, die Gottes Handeln beschrieben, blau an); oder sein Reden (ich markierte Aufforderungen mit roter Farbe). Für den nächsten Durchgang plane ich nach Anweisungen für das gemeinsame bzw. öffentliche Leben Ausschau zu halten.

  1. Etabliere das Lesen als tägliche Gewohnheit.

Es dauert mehrere Monate, bis eine Gewohnheit verinnerlicht ist. Ich rate deshalb, das Lesen nicht jeden Morgen neu vor sich her in den Tag zu schieben, sondern eine feste tägliche Zeit dafür zu reservieren.

  1. Über Gott und sich selbst lernen

Eine hilfreiche Angewohnheit ist die doppelte Frage nach jeder Leseeinheit: Was lerne ich über Gott? Was lerne ich über den Menschen? Diese Doppelfrage ist auch ein roter Faden im Dialog mit meinen Söhnen.

Eine aktuelle Strömung in der evangelikalen Erbauungsliteratur betont das Geheimnisvolle in der Gottesbeziehung. Ich empfehle, das Augenmerk eher auf das andere zu richten: Uns mit dem Anvertrauten vertraut zu machen. Dazu passend ist der Titel eines Buches: „Fühlst du schon oder liest du noch?“

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