Blogjubiläum (22): Haltung und Handwerk – Prinzipien der Schweizer Ein-Mann-Uni

„Ich mag die Begriffe Theorie und Praxis nicht besonders, ich spreche lieber von Denken und Handeln.“ Dieser Satz stammt von Hanniel. Er steht bezeichnend für eine Grundhaltung, welche wider falsche Alternativen strebt und den dritten Weg sucht. Denken und Handeln sind keine Gegensätze. Beide sind von Gott gegeben und bedingen einander. Wer handelt, muss denken und wer denkt, handelt (oder sollte es zumindest). Hanniel hält die Dinge zusammen: Er schreibt und spricht über Themen wie Denken und Handeln, Glauben und Lernen, Glauben und Denken, Heiligkeit und Liebe, Wahrheit und Liebe, Souveränität und Verantwortung, Christentum und Kultur. Diese Spannungsfelder sind seine Heimat, die Heilige Schrift seine Autorität und Quelle der Harmonisierung der genannten Bereiche. Was das angeht ist, Hanniel für mich ein kleiner Daniel. Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Hanniel und Daniel ist das Gebet. Hanniel betet. Wenn ich ihn digital oder real treffe, spielt sich folgendes Muster ab. Am Ende eines Gesprächs voller Verständnis, Inspiration und Ermutigung stelle ich mich mental auf den Abschied ein, worauf ich von Hanniel folgende Worte vernehme: „Wollen wir noch beten?“ – Und wir beten!

Diese geistliche Haltung geht bei ihm einher mit großer Produktivität. Er liest und schreibt viel (vielleicht zu viel?). Bei diesem massiven In- und Output bleibt die Qualität seltsamerweise (oder göttlicherweise?) immer hoch. Das Handwerkzeug ist und wird von ihm gemeistert. Wie macht er das eigentlich, mag sich mancher (inklusive mir) fragen. Und was macht Hanniel, während wir uns noch fragend den Kopf kratzen?

Der liest und schreibt und betet und arbeitet und predigt und bloggt und lehrt und liebt seine Familie und hält immer noch Denken und Handeln, Glauben und Lernen, Glauben und Denken, Heiligkeit und Liebe, Wahrheit und Liebe, Souveränität und Verantwortung, Christentum und Kultur durch Gottes Gnade/Kraft, mit der offenen Bibel in der Hand, zusammen, als sei nichts gewesen.

Wer war nochmal Francis Schaeffer?

Lars Reeh (27) ist Lehrkraft im Vorbereitungsdienst und geht in die BERG in Giessen. Er interessiert sich für die Überschneidungsfelder von Theologie und Kultur (besonders Apologetik und Pädagogik). Hier geht es zu seinen kurzen, prägnanten Beiträgen auf josiablog.de.

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