Aufsatz: Schränkt Gott seine Kontrolle zugunsten des freien menschlichen Willens ein?

In der Ressourcenbibliothek des Netzwerks Evangelium21 ist mein Aufsatz zum Open Theism veröffentlicht worden.

In den letzten Jahren wurden wiederholt Fragen an Gemeinden herangetragen, welche die Basis des christlichen Glaubens betreffen.

  • Was ist die Bedeutung von Jesu Sühneopfer?
  • Gibt es einen Ort ewiger Verdammnis?
  • Wie müssen wir die  Dreieinigkeit Gottes verstehen?

Die Frage, die derzeit in Theologenkreisen im deutschsprachigen Europa diskutiert wird, lautet: Inwiefern kann Gott wissen, was in Zukunft kommen wird?

Die Tragweite dessen ist bedeutend, denn es werden Fundamente des christlichen Glaubens angetastet. Das hört sich dramatisch an und ist es auch! Unsere Gedanken über Gott und sein Handeln beeinflussen nicht nur unser inneres Bild von ihm. Sie steuern unser Handeln (bzw. Nicht-Handeln) und bestimmen unsere Lebensschwerpunkte. Das zweite Gebot, sich kein falsches Bild von Gott zu machen, betrifft auch unsere falschen und fehlgeleiteten Abbilder über ihn.

Der Anspruch lautet nicht, dass jedes Gemeindemitglied Experte zu theologischen Themen werden muss. Doch etwas muss dringend gefördert werden: Jedes Glied am Leib Christi sollte unterstützt und dazu befähigt werden, mit offener Bibel Heilsgeschichte und einzelne Bibeltexte einzusortieren und zu einem eigenständigen Schluss gelangen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass manches eine Frage des Gehorsams und der Unterordnung unter die Heilige Schrift ist und nicht an der fehlenden Klarheit ihrer Aussagen über Gott liegt.

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