Interview: Wie gestaltest du deine Zeit mit der Bibel und im Gebet?

Philipp Keller hat mir einige Fragen zu meiner Zeit mit der Bibel und im Gebet gestellt. Es tat gut, darüber nachzudenken.

Was rätst Du jemandem, dem sein Bibellesen/Gebet “eingeschlafen” ist?

Wir sind begnadigte Sünder. Wenn wir fallen, stehen wir wieder auf. Es ist auch eine List des Teufels, uns in der Illusion zu lassen, wir müssten das Lesen nicht mehr aufnehmen, wenn es eingeschlafen ist. Im Gegenteil: Fange noch heute wieder damit an! Ich kenne viele Christen, die nie eine regelmässige Gewohnheit der Stille entwickelt haben. Sie bemerken es gar nicht, dass sie geistlich unterernährt sind. Nach aussen wird es jedoch sehr schnell sichtbar, zum Beispiel in der persönlichen Begegnung. Ich wage mich mal auf die Äste hinaus: Solche Menschen haben keinen Drang zum Beten; sie bringen ihre Lebensbereiche kaum mit dem Evangelium in Zusammenhang; sie argumentieren so, wie sie es rundherum hören. Einem solchen Menschen rate ich: Sünde bekennen, einen anderen Christen einweihen, das Lesen in kleinen und kleinsten Happen wieder aufnehmen, die erste Phase überstehen (viele brechen nach einigen Tagen oder einigen Monaten ab).
Noch ein Letztes. Kevin deYoung bringt es im Nachdenken über Psalm 119 auf den Punkt: Das Wort Gottes ist dem Gläubigen Vergnügen (delight), weckt seine Sehnsucht (desire) und wird zu seinem unverzichtbaren Begleiter (dependance).

 

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