Predigt: Die Versöhnung Josefs mit seinen Brüdern

Vor kurzem habe ich über die Versöhnung Josefs mit seinen Brüdern gepredigt (1. Mose 42-45). 4 Kapitel, 134 Verse, gespickt mit interessanten Details zum Prozess der Versöhnung. Ich glaube, dass der wahre Grund für die ausführliche Beschreibung die messianische Parallele ist.

Ich betrachte den Prozess der Versöhnung aus drei Blickwinkeln: Zunächst beleuchte ich das Gewicht der Sünde, das sich in einer tiefen Entfremdung in Josefs Herkunftsfamilie äusserte. Dann betrachte ich drei Anzeichen echter Reue bei den Brüdern und drei Merkmale des versöhnungsbereiten Herzens von Josef.

Wenn ich in meiner Arbeit als Führungskräfteentwickler in Konflikten vermittle und noch häufiger Konflikte in Gruppen und Teams mit der Führungskraft beleuchte, dann ist es für jeden Beteiligten ein Leichtes, die eigene Schuld abzustreiten. Die Schuld tragen die anderen oder – noch häufiger – die ungünstigen Rahmenbedingungen. Nicht, dass ich diese Faktoren abstreiten würde. Doch: Im Innersten ist diesen Führungskräften bewusst, dass sie Anteil am Konflikt haben. Die Bibel ortet die Ursache von Konflikten im sündigen Herzen des Menschen. Jesus sagt deutlich, dass die Sünde nicht von außen – also durch Umstände oder anderes – in einen Menschen hineinkommt, sondern aus seiner inneren Schaltzentrale, nämlich seinem Herzen (Mk 7,20-23).

Zum Audiomitschnitt und zum Manuskript.

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