Vortrag: Ich wachte auf und griff zum Smartphone

Anhand eines Tages im Leben von Jesus (Markus 1,21-39)– es war ein Sabbat in Galiläa – erarbeitete ich in einem Workshop an der Josia-Konferenz 2016 Antworten auf die Frage: Wie ging Jesus mit den auf ihn eindringenden Anforderungen und Ansprüchen um? Was waren seine Tagesgewohnheiten? Daraus entwickelte sich das Gespräch nach unserem Tagesablauf (siehe Eine kurze Ethik der sozialen Medien). Warum gehen wir am Morgen früh und am Abend vor dem Schlafengehen ans Smartphone? Warum holen wir uns in Pausen Informationen aus dem Netz? Weshalb überbrücken wir Momente der Stille mit der Dauerbefeuerung der digitalen Medien?

Ich bin der tiefen Überzeugung, dass Christen in Sachen Technologie nicht Marktführerschaft, sondern Charakterführerschaft übernehmen sollten! Ausgerüstet mit dem biblischen Metanarrativ von Schöpfung, Sündenfall und Erlösung und der Ethik der Heiligen Schrift sollte unser Umgang mit neuer Technologie ein erstrangiges Gebiet der Heiligung werden.

Heruntergebrochen auf unseren Alltag bedeutet das immer wieder zu fragen: Diene ich auf die Art und Weise, wie ich jetzt gerade lebe, Gott und meinem Nächsten? Die neue Technologie stellt uns da in ein riesiges Übungsfeld. Wenn man bedenkt, dass wir damit jeden Tag mehrere Stunden Lebenszeit in dieser Welt ausfüllen, sollte das Thema in Verkündigung, Seelsorge, Jugendkreisen und in der Familie ein Dauerthema bleiben.

Der Vortrag kann hier angehört werden. Achtung: Ich gestaltete ihn interaktiv. Die Antwortzeiten kannst du als Hörer nützen, um dir selbst Antworten auf die Fragen zu geben. Für die Ungeduldigen gibt es auch eine Zusammenfassung der Inhalte.

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