Buchbesprechungen: Über Weltsicht, Tugenden und Lernfelder in Romanen – 5 Beispiele

Zwischendurch lese ich Romane, auch mal einen, den meine Söhne lesen. Auch und gerade in Romanen können Elemente der dahinter liegenden Weltsicht anhand von Schlüsselstellen identifiziert werden. Hier einige Beispiele (über den Link geht es zur vollständigen Rezension):

Karl May. Der Schatz im Silbersee.

Hier beschreibe ich die Dramaturgie eines Spannungsbogens. Anhand dieser Dramaturgie lässt sich in der Familie hervorragend über Tugenden wie Mut, Tapferkeit, Uneigennützigkeit oder Feindesliebe sprechen.

Karl May. Winnetou I.

Hier habe ich versucht, den ethischen Hintergrund zu beschreiben anhand der Phasen Initialisierung, Kontrast, Bewährung, Differenzierung, Vertiefung, Kritik.

Alexander Solschenizyn. Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch.

Sollen wir ein solches Buch als Zeitdokument lesen? Oder einfach als spannende Schilderung zum Zeitvertreib? Ich mochte mich nicht mit dieser lapidaren Sinngebung zufrieden geben – zumal mir in diesem Buch eine Weltanschauung gegenübertritt, die mit dem Ziel des Egalitarismus angetreten war.

Dorothy Sayers. Der Tote in der Badewanne.

Was gehört für mich zu einem guten Kriminalroman? Nein, ich beginne nicht mit dem Plot. Der muss natürlich auch stimmen. Am Anfang stehen gute, "gscheite" Dialoge. Sie müssen regelmäßig eingestreut sein und dürfen auf keinen Fall zu lange dauern.

Arthur Honegger. Freitag oder die Angst vor dem Zahltag.

Die Geschichte spielt im Zürcher Oberland, genauer gesagt im Tösstal in den 1930er Jahren. Die Weltwirtschaftskrise hatte einschneidende Folgen für den Auftragseingang bei der Schweizer Textilindustrie. Für das Dorf hieß es, dass Woche für Woche Arbeiter der Webstuhlfabrik in ihrer Lohntüte den „blauen Brief“ vorfanden.

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