Aufsatz: Wer sagt mir, was ich wollen soll?

Auf Josia – Truth for Youth ist meine Pfingstpredigt 2016 auf dem Jugendtreffen in Aidlingen erschienen. Hier kann sie auch angehört werden.

Wir wachsen in einer Welt der Unterhaltung heran. Das kleine Kind trifft täglich hunderte von kleinen Entscheidungen. Welcher Kontakt ihm besser gefällt, welches Essen besser schmeckt, welche Kleidung sich besser anfühlt, welche Sendung es am liebsten guckt, welches Spiel auf dem Tablet es am liebsten spielt. Auf diese Weise werden wir zu Konsumenten erzogen. Jeder kann für sich bestimmen: Das gefällt mir oder gefällt mir nicht. Der Like-Button ist nicht umsonst Markenzeichen der sozialen Netze. Dann kann es doch kein Wunder sein, dass wir diese Erwartungshaltung auch und gerade auf unser Leben mit Gott übertragen. In der Formulierung „mein Leben mit Gott“ versteckt sich unser Selbstverständnis: Ich bewege mich in meinem Kosmos. Ich bin der Hauptdarsteller auf der Bühne meines Lebens. Gott ist ein zugegeben mächtiger Player auf dieser Bühne, der dafür zu sorgen hat, dass es mir gut geht. Er soll mir ab und zu eine Privatvorstellung geben.

Wer also sagt mir, was ich wollen soll? Um diese Frage zu beantworten, beschäftigen wir uns mit:

  • Zwei Hindernissen, die unser Wollen betreffen
  • Zwei Voraussetzungen, um diese Hindernisse zu beseitigen
  • Drei Beispielen, wie wir wollen sollen
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