Zitat der Woche: Gebet ist (nicht)…

Gebet ist…

der hauptsächliche Weg zu tief greifenden Veränderungen in unserem Leben – zur Neuordnung unserer Prioritäten. Durch das Gebet gibt Gott uns so viele der unvorstellbaren Schätze, die er für uns bereithält, ja das Gebet ermöglicht es ihm, viele unserer tiefsten Sehnsüchte zu erfüllen. Wenn wir beten, lernen wir Gott kennen, lernen wir es, ihn endlich als Gott zu behandeln. Das Gebet ist der Schlüssel zu allem, was wir in unserem Leben tun müssen und sein müssen. …

Für Paulus ist Beten nicht so sehr eine Methode, immer mehr Gaben von Gott zu bekommen, sondern immer mehr von Gott selber zu bekommen. … Für Paulus hatte das innere Leben mit Gott höchste Priorität.1 Bei den meisten Menschen heute ist das innere Leben von den äußeren Umständen abhängig. Ihr innerer Friede hängt an der Anerkennung, die ihre Mitmenschen ihnen entgegenbringen, an ihrem sozialen Status, ihrem Wohlstand und ihrer beruflichen Leistung. …

Wir sind es so gewohnt, leer zu sein, dass wir diese Leere gar nicht merken – bis wir versuchen zu beten. …

Nicht beten – das ist nicht nur die Nichteinhaltung einer religiösen Regel, es ist die Weigerung, Gott als Gott zu behandeln. Es ist gewissermaßen Majestätsbeleidigung. …

Alles Beten ist eine Reaktion auf Gott. Immer ist Gott der Initiator; vor dem Bitten kommt immer ein „Hören“.

Durch das Wort und den Geist wird das Gebet zu einer Antwort auf Gott. …

Wir müssen zuerst das Wort hören und danach wirkt der Heilige Geist in unseren Herzen. Er wirkt in wessen Herz er will und wie er will, doch nie ohne das Wort.

Timothy Keller. Beten: Dem heiligen Gott nahekommen. Brunnen: Giessen/Basel, 2016. Zitate aus den Kapiteln 1 und 2.

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