E21-Liveblog: Die Schönheit des Evangeliums im Blick

E21-Regionalkonferenz CH: Die florierende Gemeinde

Zweiter Vortrag von Ron Kubsch

Die Schönheit des Evangeliums

„Die Schrift ohne alle Glossen ist die Sonne und ganzes Licht, von welchem alle Lehrer ihr Licht empfangen und nicht umgekehrt.“ (Martin Luther) Luther wäre über eine Studienbibel nicht erfreut gewesen, in welcher die Erklärung länger als der Text selbst ist.

„Durch das Evangelium werde Gottes Gerechtigkeit offenbart, nämlich die passive, durch die uns der barmherzige Gott gerecht macht durch den Glauben, wie geschrieben ist: ‚Der Gerechte lebt aus Glauben‘. Da hatte ich das Empfinden, ich sei geradezu von neuem geboren und durch geöffnete Tore in das Paradies selbst eingetreten.“ (Martin Luther)

Die gegenwärtige Evangelisationsarmut

  1. Ich bekomme selten so viel Kritik wie dann, wenn ich mich zum christlichen Sühneverständnis äussere.
  2. Wir selbst sind nicht die Botschaft, sondern wir verkündigen den gestorbenen und auferstandenen Christus.
  3. Wenn das Evangelium nicht verkündigt wird, kann es keine Bekehrungen geben. Der Glaube kommt laut Röm 10,17 aus der wortgemäßen Verkündigung.
  4. Bekehrung ohne Erkenntnis des Sünderseins ist unmöglich.
  5. Gott ist nicht mehr der Transzendente, sondern der Geliebte. Schaut euch mal einige erotisch aufgeladene Lobpreislieder an.
  6. Gott erscheint als der Mond, der sich um mich als Sonne kreist.
  7. Nur wer aus der Gnade lebt, ist bereit, zurückzustecken und „Beleidigungen und Kränkungen ohne Protest, sondern aus Gottes strafender und gnädiger Hand hinzunehmen“. (Dietrich Bonhoeffer)

Fazit

Die weitaus größere Herausforderung scheint mir allerdings zu sein, dass wir Christen uns leicht vom Evangelium entfremden. Der Glaube der Jesusjünger verliert dort seine Schönheit und Kraft, wo wir das Evangelium Gottes aus den Augen verlieren.

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