Input: Die Kraft des Evangeliums und die Wurzeln von Rassenkonflikten

Allein das Evangelium verfügt über die Kraft, von diesen neun destruktiven Kräften – allesamt Auswirkungen der Sünde –  nachhaltig zu befreien. Sie alle liegen auch Rassenkonflikten zugrunde.

  1. Satan: Das Evangelium verleiht die Kraft, Menschen und Strukturen aus der Gebundenheit des Teufels zu befreien (1Joh 3,8).
  2. Schuld: Jesus hat unsere Schuld am Kreuz getragen (1Petr 2,24; 3,18). Wird diese nicht anerkannt, muss man sie verleugnen, sich in ihnen „baden“ oder diese zum eigenen Vorteil ausnützen.
  3. Stolz: Es gibt viele Formen des Stolzes (Überlegenheit, intellektuelle Analysen, anti-intellektueller Ärger, laute verbale Attacken, das Verachten von Stille, falsches Sicherheitsgefühl, versteckte Angst). Gott bringt den Stolz zum Schweigen (Jes 2,12+17).
  4. Hoffnungslosigkeit: Ohne Hoffnung auf die Auferstehung ist der Glaube dahin (1Kor 15,17). Ohne Hoffnung kaum Bemühung, Rücksicht und Achten auf zivile Rechte!
  5. Gefühle der Minderwertigkeit und der Selbstzweifel: In Christus sind wir als seine Kinder adoptiert worden (1Joh 3,1-2). Von Minderwertigkeit gehen viele selbstzerstörerische Impulse aus, die sich u. a. in ständigem Klagen und Nörgeln auswirken können.
  6. Eifersucht: Gier nach Besitz ist eine Quelle alles Bösen (1Tim 6,9-10). Wer Christus vertraut, kann den Bedürfnissen anderer begegnen und wahrhaft Diener werden.
  7. Hass:  Das Evangelium durchtrennt den Strang des Hasses und füllt das Herz mit Freude darüber, dass Gottes Zorn von uns weggenommen ist und die Zukunft Vergeltung und Gerechtigkeit von seiner Seite bringen wird.
  8. Angst: Wer aus der Todesfurcht erlöst worden ist (Hebr 2,14-15), muss nicht mehr das untergründige Gefühl der Angst wuchern lassen.
  9. Apathie ist leidenschaftsloses Leben, ein Dahinvegetieren von der einen Ablenkung zur nächsten. Sie kann sich nicht für die Verlorenheit und das Leid der Welt aufraffen. Christus hat sich ein Volk gereinigt, das eifrig in guten Werken ist (Tit 2,14; geschaffen zu guten Werken, Eph 2,10; sich einen guten Ruf in guten Werken erwirbt, 1Tim 5,10; reich ist in guten Werken, 1Tim 6,18; sich als Modell für gute Werke präsentiert, Tit 2,7; sich guten Werken widmet, Tit 3,8+14; den anderen zu guten Werken anreizt, Hebr 10,24).

John Piper. Bloodlines. Race, Cross and the Christian. Crossway: Wheaton, 2001. S. 87-106. The Power of the Gospel and the Roots of Racial Strife (6. Kapitel).

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