Kolumne: Fünf säkulare Denkmuster, die mir täglich begegnen

Jede Gesellschaft entwickelt so etwas wie ein kollektives Bewusstsein. Das heisst, sie prägt Denkvoraussetzungen. Hier sind einige dieser säkularen Denkmuster, verpackt in die Form von logischen Schlussfolgerungen:

Wohlstand anhäufen

1. Besitz schafft Befriedigung.
2. Es steht in meiner Möglichkeit, … anzuschaffen.
3. Wenn ich … besitze, werde ich glücklich sein.

Emotionale Sättigung durch Beziehungen

1. Mein Partner muss mich emotional sättigen.
2. Er/sie sättigt mich nicht mehr.
3. Ich löse die Beziehung auf.

Arbeit vermeiden

1. Arbeit ist ein notwendiges Übel.
2. Übel gilt es zu vermeiden.
3. Ich lebe von und für Feierabende, Weekends und Urlaube.

Alternative: Sich mit Arbeit ablenken

1. Das Leben ist sinnlos.
2. Arbeit lenkt ab.
3. Ich stürze mich in die Arbeit.

Anerkennung durch andere Menschen erhalten

1. Was andere anerkennen, gewinnt an Bedeutung.
2. Anerkennung gibt ein gutes Gefühl.
3. Ich strebe nach Anerkennung durch andere.

Variante für die Familie: Anerkennung durch die Kinder erhalten

1. Gestillte Wünsche der Kinder werten mich auf.
2. Ich liebe es, aufgewertet zu sein.
3. Ich gebe dem Kind, wonach es fragt.

Leid vermeiden

1. Gutes Leben heisst mich ungestört meinen Plänen widmen zu können.
2. Leid stört.
3. Ich vermeide Leidvolles.

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