E21 LiveBlog „500 Jahre Reformation“: Ich schäme mich des Evangeliums nicht

Predigt #1 Christian Wegert / Ich schäme mich des Evangeliums nicht (Röm 1,16-17)

Schlüsselbotschaft

  • Wir brauchen eine mutige und kühne Rückkehr zu den Inhalten des Evangeliums.
  • Gott ist der beste „Nussknacker“: Er knackt die härteste Nuss.

Struktur

Paulus: Ausgelacht, verfolgt, verprügelt und gesteinigt von Stadt zu Stadt, will nach Rom kommen. Woher nimmt Paulus diese Kraft und Überzeugung her?

  1. Er weiss um die Quelle des Evangeliums.
  2. Er weiss um die Wirkung des Evangeliums.
  3. Er weiss über die Offenbarung des Evangeliums.

Wichtige Aussagen

Auf vielen Kanzeln ist das Wort Gottes erneut zu einer Nebensache geworden.

Wir alle stehen in Gefahr, uns des Evangeliums zu schämen. Das Evangelium ist wie ein Fremdkörper in der jetzigen Zeit, wie ein Sandkorn in den Augen von selbstgerechten Menschen. Statt Selbstliebe: Sünder; statt Glänzen mit Taten: Erlösung durch Gnade; statt Autonomie: Unterordnung unter seine Herrschaft; statt Toleranz: Es gibt nur einen Weg zu Gott.

Das Evangelium ist Gottes Besitz, es findet dort seinen Ursprung. Paulus verstand sich als Gottes Bote, dem das Evangelium anvertraut worden war. Wehe dem Boten, der sich das Recht herausnahm, das Evangelium zu verändern! Wir sind gerufen, diese Botschaft zu hüten, zu bewahren und weiterzugeben.

Das Evangelium ist Gottes Kraft. Diese Kraft kann Menschen verändern. Sie findet sich nicht in uns selbst. Wovon rettet sie? Von der Macht der Sünde. Wie ist ihre Reichweite? Grenzenlos – für jeden, der glaubt – für Juden und Griechen (Heiden).

Der einzige Kanal, diese Kraft zu erlangen, ist der Glaube. Dies heisst: Darauf zu vertrauen, dass diese Kraft mich jetzt retten kann.

Im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart. Die erste Seite dieser Gerechtigkeit wird uns durch Gottes Gebot gezeigt. Er fordert Vollkommenheit seinem Gesetz gegenüber, die wir aber nicht liefern können. Die zweite: Er schenkt diese Gerechtigkeit frei und schreibt sie durch den Glauben zu – in Jesus Christus.