E21 LiveBlog „500 Jahre Reformation“: Persönliche Reformation

#4 Predigt: Persönliche Reformation (Philipper 1,9-11), Michael Martens

Schlüsselbotschaften

  • Wofür betest du, wenn du für andere betest? Paulus betete für persönliche Reformation. (Wir beten oft genug für unsere Lebensumstände.)
  • Wem du am meisten vertraust, bestimmt was du für wahr hältst.
  • Manchmal bleiben wir bei etwas an sich Gutem, aber tun nicht das Beste. Zum Beispiel aus Menschenfurcht oder Bequemlichkeit.
  • Kann unsere Liebe für einen Menschen intensiver sein als unser Gebet für sie?

Struktur

  1. Auftakt: Dank für Gottes Handeln
  2. Von Liebe zu Erkenntnis
  3. Das Beste für unseren Gott
  4. Es geht nur durch Ihn und es geht nur um Ihn

Wichtige Aussagen

Es begann mit Lydia, einer Geschäftsfrau. Der Herr tat ihr Herz auf. Sola gratia. Dann kam der Kerkermeister. Glaube und sei artig? Nein, sola fida. Wer führt das Werk zu Ende? Ich? Nicht so. Gott fängt das Werk an und vollendet es. Die Zuversicht von Paulus beruht auf Gottes Wirken. Sola gratia bis zum Ende, nix labora.

Die Liebe ist schon da. Paulus dankt Gott dafür. Aber es soll noch mehr werden und überlaufen. Unsere Liebe zu Gott und anderen Menschen basiert immer auf Gottes Liebe. Erkenntnis Gottes drängt zu einem veränderten Verhalten in jedem Bereich des Lebens.

Wem du am meisten vertraust, bestimmt was du für wahr hältst. Das war schon bei Eva so. Da gab es zwei Ratgeber. Unsere Erkenntnis und die Furcht des Herrn hängen eng zusammen (Spr 1,7). Wenn jemandem in Anfechtung an Weisheit mangelt, dann folgt nicht „na, du schon wieder“. Er macht keine Vorwürfe und gibt.

Ich wünsche mir Weisheit – und es geht dabei um mich. Zum Beispiel um meinen Ruf, meinen Einfluss. Jesus hat dafür nichts versprochen. Seine Verheissung gilt für ein ungeteiltes, nicht für ein zwei-seeliges Herz.

Wir bekommen in unserer Stadt mehr Schulterklopfen, wenn wir etwas Soziales tun, als wenn wir das Evangelium verkündigen. Wir sind mittendrin und tun alles dafür, unseren guten Ruf nicht zu verlieren. So bleiben wir bei etwas Gutem, aber tun nicht das Beste. Habe ich die „Egalhaltung“ – ich will tun, was DU sagst?

Wenn die gefühlte Liebe zu anderen nicht das Beste für Gott ist, dann ist es eher Lieblosigkeit gegenüber Gott. Manches, was wir Liebe nennen, ist Fake-Love.