E21 LiveBlog „500 Jahre Reformation“: Soli Deo Gloria

#11 Predigt: Soli Deo Gloria (Hes 36,22f) – David Platt

A) Die primäre Motivation zur Errettung ist die weltweite Verherrlichung Gottes.

Eine der grössten Vorzüge einer solchen Konferenz sind die Beziehungen, die untereinander geknüpft werden und stärkend wirken. – David Platt

Die Frage dieser Predigt lautet: Warum? Ich habe vier kleine Kinder in meinem Haus. Das ist eine häufige Frage. Sie wollen die Motivation erkennen. Also: Warum Sola Scriptura – Fide – Christus – Gratia? Ein Vorschlag zur Antwort: Soli Deo Gloria.

Hesekiel ist während des gesamten Buches im Exil. In der Mitte des Buches fällt Jerusalem endgültig an die Babylonier. Im 36. Kapitel kündigt er Gottes Wirken an, um einen neuen Bund aufzurichten.

Eine Wahrheit, die aus diesem Text herausspringt: Die grösste Motivation der Errettung ist die weltweite Verherrlichung Gottes. Warum rettet Gott sein Volk, obwohl sie gegen Ihn sündigen? Gott richtete sein Volk, aber er hat sie nicht gänzlich ausgelöscht. Er tat an ihnen nicht, was er an vielen anderen Völkern getan hatte. Im Exil wurde der Name Gottes entweiht (Hes 36,20). Der Gott dieser Leute könnte, so ihre Schlussfolgerung, nicht gross sein. Er führt sein Volk wegen seines heiligen und grossen Namens zurück!

Als Kirche stellen wir uns kaum einen Gott vor, der für seine Herrlichkeit eifert. Dabei ist es kein Randgedanke. Ein über das andere Mal erschallt der Ruf (70-mal): „Du sollst erkennen, dass ich der Herr bin.“ John Piper hat das nicht erfunden! Es ist mehr als angemessen für Gott, Gott-zentriert zu sein (nicht aber für uns). Auf was sollte Er denn sonst ausgerichtet sein? Warum hat die Schrift absolute Autorität? Damit Gott und nicht einem Menschen alleine die Herrlichkeit zukommt!

Beachten wir, wie oft ab Hes 36,23ff das Wort „ich“ vorkommt (13-mal in 11 Versen!) Gott handelt in seiner souveränen Gnade – das ist die alleinige Grundlage unserer Errettung.

B) Darum: Trage Gottes Herrlichkeit in die Welt hinaus. (Und für Leiter: Lasst uns Gottes Volk dazu anführen.)

Warum hat Gott dich gerettet? Die Antwort lautet: Zu seiner Herrlichkeit. Wir sind nicht das Zentrum seines Universums, Er ist es. Als Empfänger dieser Gnade: Lasst uns zu Seiner Ehre leben unter den Völkern! Nenne diese Predigt keine Missionspredigt. Denn die Verbreitung der Herrlichkeit Gottes gilt nicht nur für Missionare. Es braucht eine neue Kategorie in unseren Herzen: Es gibt Menschen, die ein Anliegen für die Verkündigung der Herrlichkeit unter den Völkern haben. Sie heissen „Christen“. Weltmission ist kein Programm in der Kirche. Sie ist der Sinn und Zweck unseres Lebens.

„Ich tat nichts. Das Wort tat alles.“ (Martin Luther) Lass uns diesem Wort vertrauen, dass es sein Werk tun wird. Dann wird es zur Herrlichkeit Gottes erschallen. Im verkündigten Evangelium zeigt Gott seine Kraft zur Rettung.