Zitat der Woche: Ich brauche Gottes Wort dann am nötigsten, wenn ich keine Lust zum Beten und Bibellesen habe

Ich habe den Eindruck, dass viele Christen nicht gelernt haben, regelmässig die Bibel zu lesen. Manche behaupten, das sei zwanghaft und gesetzlich, man solle das nur tun, wenn es sich spontan ergibt. Ich frage solche Leute gern, ob sie mit Essen und Trinken, Zähneputzen und sonstiger Körperpflege auch so unregelmässig verfahren. Was für uns lebensnotwendig ist, brauchen wir regelmässig. Überflüssigen Luxus natürlich höchstens dann und wann, wenn überhaupt.

Tägliches Bibellesen ist ein Grundnahrungsmittel für einen gesunden Glauben. Kaum einer kann jeden Tag spontan entscheiden, ob, wann und wie er die Bibel liest. Gute Gewohnheiten helfen. Am besten morgens, bevor das Tagesprogramm über einen hereinbricht. Aber wenn jemand zu einer anderen Tageszeit besser regelmässig zur Stille findet, ist das auch gut. Und was Lust und Laune angeht – ich habe gelernt, dass ich Gottes Wort dann am nötigsten brauche, wenn ich keine Lust zum Beten und Bibellesen habe. Dann brauche ich das Reden meines Herrn, der die Blockierungen in mir wegräumt.

Ulrich Parzany. Was nun, Kirche? scm Hänssler: Holzgerlingen, 2017. S. 136-137.

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