Hanniel hirnt (6): Eine kurze Erörterung zum Perfektionismus

In dieser 5-Minuten-Analyse behandle ich in Kürze einige Aspekte des Perfektionismus. Während einige Argumente aus psychologischer Sicht einleuchten, sind andere (eher motivationale) nur aus der Sicht des Glaubens einleuchtend. Das Stichwortprotokoll:

  • Der Perfektionismus ist eine Plage der Moderne.
  • Das zeigt der Blick in … Gärten, Wohnungen, Zimmer, Kleiderschränke, Pulte, Garagen und Sammlungen von Gegenständen.
  • Der Perfektionismus bringt eine menschliche Sehnsucht zum Ausdruck: Er hat eine Vorstellung davon, wie es sein sollte. Dem widerspricht jedoch die Realität.
  • Dies ist Folge des Sündenfalls: Wir selbst, unsere Mitmenschen und unsere Umgebung leiden unter den Folgen des Sündenfalls.
  • Dazu kommt der Aspekt unserer Begrenzung (Kräfte, Zeit, Ressourcen).
  • Zumeist in einem Teilbereich halten wir jedoch die Illusion des Ideals aufrecht.
  • Durch die Abweichung zwischen innerem Soll und realem Ist entsteht eine ständige Spannung.
  • Wer das Ideal hegt und pflegt, bei dem verfestigt es sich im Lebensverlauf. Der Druck nimmt zu, denn die Leistung bleibt hinter dem Ideal zurück.
  • Die in Anspruch genommenen Kräfte fehlen an einem anderen Ort. Sie gehen auf Kosten von Gott und unseren Nächsten.
  • Die Psychologie plädiert entweder für eine Stabilisierung unseres Zustandes (man muss sich ja schliesslich etwas "gönnen"), meistens jedoch um eine Reduktion unserer Erwartung.
  • Aus biblischer Sicht benötigen wir jedoch einer Erneuerung unseres Denkens.
  • Deshalb schlage ich vor: Verzichten Sie bewusst auf eine Handlung in Ihrem Bereich des Perfektionismus – jedoch nicht um des Verzichts willen, sondern um Gott und dem Nächsten besser dienen zu können.
  • Flehen Sie Gott um eine Erneuerung Ihres Denkens an und halten Sie widerstrebende Gefühle aus.

Lesen Sie weiterführend meinen Aufsatz Befreit werden aus der Knechtschaft des Perfektionismus.

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