Hanniel hirnt (17): Haben die Wundergaben aufgehört?

Eine weitere Frage, die mir gestellt wurde, betrifft das Ende oder die Kontinuität der Charismen. Ich erachte die Frage nicht als heilsentscheidend, das christliche Leben jedoch wesentlich beeinflussend. Einige Hinweise in 5 Minuten.

Erste Ebene

Die Frage lautet also: Haben die Wundergaben (wie Zungenrede, Prophetie, Heilung) aufgehört?

Antwort A: Ja. Diese Gaben konzentrieren sich auf heilsgeschichtliche Übergänge (wie den Prophetendienst von Elia und Elisa, den Dienst von Jesus, den Anfang der christlichen Kirche und das kommende Gericht).

Antwort B: Nein. Sie begleiten die gesamte Kirchengeschichte. Wir sollen nach ihnen streben.

Anschlussfrage: Welche tragenden Stellen der Schrift sprechen für diese Entscheidung? (Ein zentraler Abschnitt dafür ist 1. Korinther 12-14).
Daraus folgt die Rechenschaftsablage: Welche Abzweigungen gehe ich aus welchem Grund?

Ob A oder B: Beiden ist die Herangehensweise gemeinsam, dass sie sich auf die normative Offenbarung Gottes stützen. An dieser müssen sich alle Antworten und Entscheidungen messen.

Mein Eingeständnis: Im Verlauf der Kirchengeschichte wurde auf beide Seiten engagiert diskutiert. Gegenwärtig ist Position A absolute Minderheitsmeinung.

Zweite Ebene: Kann ich mittels Techniken zu Gott durchdringen?

In der kirchlichen Landschaft steht nicht die biblische Debatte im Mittelpunkt. Es geht vielmehr darum, Angebote zum "Gebrauch" der Gaben zu machen. (Dass sie weiterbestehen, wird vorrausgesetzt.)

Im Vordergrund stehen Techniken und Methoden. So wird z. B. ermutigt, nach Eindrücken zu forschen und diese kundzutun bzw. "mutig" auszuprobieren.

Das Prüfkriterium rückt im Vollzug (nicht im Bekenntnis) zur Übereinstimmung mit einer bestimmten Erfahrung. Die eigenen Emotionen stehen im Mittelpunkt. Dies überstrahlt die Rückbesinunng und Ausrichtung an Gottes Wort.

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