Aus den Medien: Marsch für das Leben in Berlin

Mit einem (jungen) Teilnehmer des Lebensmarsches in Berlin vom 17. September führte ich ein Interview. Vor einigen Tagen habe ich erklärt, warum dieses Thema kaum mehr Platz im öffentlichen Raum hat.

1. Was veranlasste dich zur Teilnahme? Ich stimme dem Anliegen des Marsches für das Leben weitgehend zu. Allerdings scheint nur eine nicht allzu große Zahl in Deutschland sich aktiv für diese wichtigen Anliegen einzusetzen. Darüber hinaus wohne ich momentan in Berlin.

2. Wie sah das Teilnehmerfeld aus? Alle Altersgruppen waren vertreten. Auffällig viele junge Menschen nahmen teil. Viele Teilnehmer sind wohl Christen, darunter viele Katholiken, aber auch Evangelisch-Freikirchliche oder Evangelische waren dabei.

3. Weshalb gibt es Widerstand? Menschen die fälschlicherweise in grenzenloser Freiheit (die dann keine mehr ist) ihre Rettung sehen, werden alles daran setzen diese nicht zu verlieren, um mal Tim Keller widerzugeben. Letztlich ist Widerstand gegen das Gute, das von Gott kommende, begründet im Sündenfall.

4. Was würdest du einem Christen antworten, der keinen Sinn an der Teilnahme sieht? 1. Ich glaube als Christen dürfen und sollen wir ganzheitlich, gottesdienstlich leben. Menschen ohne Stimme eine zu geben gehört dazu. 2. "Wenige" Apostel beauftragte Jesus das Evangelium bis an die Enden der Erde zu tragen. Diesem Ziel sind wir heute nahe. Gott will in uns schwachen, d. h. auch wenigen Menschen wirken.

5. Was würdest du einem Arbeitskollegen sagen, der dich fragt, wo du am Wochenende warst? Vor diesem Wochenende tauschte ich mich mit Kollegen über unsere Pläne fürs Wochenende aus. Ich sagte ich würde bei einer Demonstration mitmachen, die sich für den Schutz des menschlichen Lebens von Beginn bis zum Ende einsetzt. Es ginge um Themen wie Abtreibung und assistierten Suizid.

Hier sind einige Wortmeldungen aus den Medien:

Bei Abtreibungen schauen wir in Deutschland konsequent weg. (Birgit Kelle) "In einem der reichsten Länder der Erde bekommen wir die hohe Zahl der Abtreibungen nicht in den Griff. Schauen wir seit Jahren konsequent weg. Weil es unangenehm ist. Weil sich niemand mit diesen Zahlen beschäftigen will. Wir haben uns an das Töten gewöhnt. Manche bezeichnen es gar inzwischen als ein Frauenrecht. So als ob es eine Errungenschaft einer Zivilisation bedeutet, wenn Mütter nun das Recht bekommen, ihre eigenen Kinder zu töten. Nicht aber das Recht, die ersten Jahre an der Seite ihres Kindes zu leben."

Warum werden die Lebensschützer in Berlin so wütend empfangen? (bz-berlin.de) "In Deutschland darf man ein lebensfähiges Kind vor der Geburt töten, wenn es eine Erbkrankheit hat. Der Arzt sticht ihm mit einer Giftspritze durch die Bauchwand der Mutter in den Kopf. Dann leitet er für den Leichnam die Geburt ein. Warum ist das erlaubt? Warum wird dieses Thema andauernd tabuisiert? Und warum werden Christen, wenn sie das Tabu brechen, so wütend attackiert?"

Denn sie wissen, was sie tun (tagespost.de): "Seit Jahren tapeziert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung deutsche Innenstädte mit großformatigen Aufklärungsplakaten, die vor ungeschütztem Geschlechtsverkehr warnen, und dennoch werden Jahr für Jahr eher mehr als weniger Frauen ungewollt schwanger. Mit fatalen Folgen: Nach wie vor ist für ein Kind der gefährlichste Ort der Welt der Mutterleib. Allein in Deutschland werden jährlich mindestens 100 000 Kinder abgetrieben – mit leider wieder steigender Tendenz, und dass bei gleichzeitig sinkender Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter. So gut wie gar keine Überlebenschance haben dabei Kinder mit chromosomalen Besonderheiten."

Der frühere Vorstand des BVL, Matthias Lohmann (kath.net): "Wie gut, dass man den Marsch für das Leben nicht mehr übersehen oder/und totschweigen kann! Wie gut, dass auch viele Medien endlich darüber berichten, dass es Menschen aus allen Generationen und mit verschiedenen Überzeugungen gibt, die mitten in Berlin bezeugen: Jeder Mensch hat ein unveräusserliches Recht auf Leben. Von Anfang an bis zum natürlichen irdischen Ende. Der Marsch für das Leben ist die wichtigste Demonstration für Freiheit, Humanität, Gerechtigkeit und Leben."

Kaum Unterstützung von Seiten der EKD (idea.de): "Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wird den „Marsch für das Leben“ am 16. September in Berlin auch in diesem Jahr nicht unterstützen. Das teilte die Pressesprecherin, Heike Krohn-Bräuer, am 14. September auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit. Es gelte nach wie vor der Kirchenleitungsbeschluss vom April 2014, der eine Unterstützung der Arbeit oder von Aktivitäten des Bundesverbandes Lebensrecht (Berlin) ablehne."

Die Schwächsten schützen (freiewelt.net): "Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland nimmt wieder zu. Zwischen Januar und Juli 2017 stieg der Wert um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es handelt sich in der ersten Jahreshälfte um 52.200 Kinder, die nie geboren wurden. Dabei erfolgten 96 Prozent aller Abtreibungen ohne einen zwingenden Grund mittels eines sogenannten Beratungsscheins gemäß der sogenannten Fristenregelung."

Das wichtigste Statement einer jungen Frau mit Down-Syndrom (wdr.de): "Bei der Wahl-Arena am Montag (11.09.2017) stellt eine junge Kölnerin mit Down-Syndron Merkel eine Frage: Die junge Frau, die nach eigenen Angaben bei dem von der Caritas betriebenen Cafe "Queerbeet" in Köln arbeitet, hatte zuvor erklärt, neun von zehn Babys mit Down-Syndrom in Deutschland würden abgetrieben. "Ich will nicht gehen, ich will auf der Welt bleiben", sagte sie."

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