Hanniel hirnt (26): Wie ich Konflikte in der (Gross-)Familie angehe

Gibt es bei der Familie Strebel nie Konflikte? Denkste! In diesem persönlichen Beitrag kommentiere die Erfahrung im Umgang mit Konflikten in unserer Grossfamilie.

Beschränkte Ressourcen, nahe aufeinander, miteinander lernen, mit den Charakterzügen des anderen konfrontiert werden: Das ist Nährboden für Konflikte. Demütigungen, Abfertigungen, Übergangen-werden, Beleidigungen kommen immer wieder vor.

Worte können stark verletzen: Schweigen, verweigern einer Antwort, wegblicken, nicht aussprechen eines Kompliments, das Ausbleiben des Danks. Auch wer Gutes unterlässt, sündigt. Ich bin auf der Ebene der Tat zu langsam, zu reaktionsarm.

Typischerweise spielen sich die ärgsten Konflikte in Zeiten der Müdigkeit und der Erschöpfung statt. Wenn ich zu langsam dazwischen gehe, kann der Streit heftig werden. Es bildet sich Hartherzigkeit. Nach Möglichkeit achte ich darauf, die Versöhnung vor dem Schlafengehen anzustossen.

Konflikte gehen mir in der Nacht nach. Ich ruhe nicht, bis die Wiederherstellung eingetreten war. Darin kann ich auch ungeduldig sein. Besser mit der Ungeduld zu Gott gehen als meine Nächsten zu bedrängen!

Versöhnung vertieft die Gemeinschaft. Es wird viel Energie und Bewegung frei. Wer Sünde wuchern lässt, nimmt in Kauf, dass sie sich ausbreitet. Konfliktlösung braucht Kraft; es ist schädlich, sich abzuwenden, um der Demütigung und Scham aus dem Weg zu gehen.

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