Hanniel hirnt (33): Rollenvielfalt und Pflichtenkollision

Die zweite Frage betrifft die Rollenvielfalt als Ehemann, Vater, Berufstätiger, Prediger und Schreibender. Wie schaffe ich das alles gleichzeitig?

  • Das Prinzip: Ich schaffe es gar nicht! Das ist meine Grundeinsicht. Ein Anderer hält mich, führt mich souverän und Tag für Tag. Ich bin dadurch befähigt, heute das zu tun, was Gott mir vor die Füsse legt. Das enthält ein Spannungsfeld, indem ich mich bis zum Tag meines Todes befinden werde.
  • In dieser Spannung strecke ich Stunde für Stunde meine leeren Hände nach Ihm aus. Ich bete dafür, dass dies immer stärker meine Haltung wird. Ich lebe nicht auf Vorrat, sondern aus der Kraft von Jesus.
  • Ja, ich habe viele Bälle in der Luft. Meistens sind ein, zwei Bälle am Boden. Man muss zwischendurch stoppen und die Bälle wieder in die Hand nehmen.
  • Ich bewältige ein solches Pensum nur dank meiner begabten, tapferen, führungsstarken Frau, die Gott mir geschenkt hat. Sonst: No way! Darum: Achtet darauf, mit wem ihr euch bindet.
  • Erst danach kommen Fragen des Lebensstils! Ich verfolge konsequent die Devise "Einfach und strategisch leben". Mitte Vierzig sind viele materiell einparkiert und klagen ständig über Zeitmangel. Bei vielen kippt es nach dem Einstieg ins Berufsleben, spätestens nach Heirat und mit Kindern – nicht zuletzt deshalb, weil sie vorher nicht konsequent Gewohnheiten aufgebaut haben. 
  • Denke deine Berufung vom Ende her und lebe nicht von der nächsten Möglichkeit (z. B. beruflich aufzusteigen).
  • Entledige dich all dessen, was dem Langfristziel entgegensteht. Ich habe viele Dinge nicht, die "man" in der Schweiz einfach hat (ohne es sich zu überlegen). Zum Beispiel  keinen Prestigeurlaub.
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