Input: Knappe, präzise Einführung in die Bundestheologie

Ja, ich stimme dem Konzept der Bundestheologie zu. Michael Horton hat sie in diesem Artikel wunderschön erklärt.

Die reformierte Theologie hat aus der Schrift drei überspannende Bünde herausgearbeitet. Der Bund der Erlösung ist ein Abkommen zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist in der Ewigkeit, sich ein Volk zu erwählen, zu erlösen und zu berufen, wobei der Sohn als Mittler fungiert (Joh 6,39-44; 10; 17,1-5, 9-11; Röm 8,28-31). Adam wurde im Bund der Werke zum Bundeshaupt der Menschheit gemacht, und Jesus Christus ist im Bund der Gnade das Bundeshaupt seiner neuen Menschheit, die sowohl Gläubige als auch ihre Kinder umfasst … In Adam erben wir Schuld und Verderbnis, die zum Tod führen, und in Christus erben wir Rechtfertigung und Neugeburt, die zum ewigen Leben führen (Röm 5,12-21).

… von Genesis 3,15 an entfaltet sich Gottes überraschende Ankündigung des Evangeliums in der Geschichte, bis er seine Verheißung in der Person und dem Werk von Jesus Christus erfüllt. Unser „letzter Adam“, Jesus, bestand die Probe und gewann für seine Nachkommen das Recht, vom Baum des Lebens zu essen. Mit seiner Evangeliumsverheißung in Genesis 3,15 gründet Gott einen Bund der Gnade, der nicht länger auf dem Gesetz beruht, sondern auf der Verheißung. Und er gründet eine Kirche, die „anfing, den Namen des Herrn anzurufen“ (1Mo 4,26).

Weiterführend empfohlen: Bundestheologie als hermeneutischer Schlüssel (J. I. Packer)

Wer der englischen Sprache mächtig ist, dem empfehle ich: The Christian Faith: A Systematic Theology for Pilgrims on the Way. (Systematische Theologie von Michael Horton)

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