Vortrag: Wie unsere Gesellschaft mit dem Leid umgeht

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Hören Sie sich eine Einheit an, die ich diese Woche im Diakonissenmutterhaus Aidlingen gehalten habe. Schreiben Sie dasjenige mit, was bewegt, gerade auch das Irritierende und Anstössige. Widerstand auszuhalten ist wichtig für die eigene Standhaftigkeit.

Ich nehme in der Einleitung auf die Pilgerreise von John Bunyan Bezug: Wir sind Pilger auf dem Weg zur ewigen Seligkeit. Auf diesem Lebensmarathon sind wir vielfältigen Prüfungen und Versuchungen ausgesetzt.

Das Problem des gesellschaftlichen Umgangs mit Leid in einem Satz lautet: Wir gehen vom Anspruch auf dauerndes Wohlgefühl aus (wie es Günter Rohrmoser sagt; seine Vorlesungen zu Nietzsche empfehle ich wärmstens). Dies kollidiert an der Wirklichkeit. Die fromme Version dieser irrigen Vorstellung zerfasert wie Pappkarton im Regen.

Eine robuste Theologie des Leids integriert jeden Aspekt der Wirklichkeit. Dazu gehören Anfechtungen, Ängste, Nöte – gerade auch solche, die durch den Glauben erst verursacht sind! Überzeugen Sie sich selbst durch den Ersten Petrusbrief.

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