Hanniel hirnt (104): Warum die suchersensitive Bewegung im Sterben liegt

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In einem Podcast (24 Minuten) begründe ich in 10 Punkten meinen Standpunkt, warum die "sucher-sensitive Bewegung" im Sterben liegt. Angestossen wurde dieser Beitrag durch den Artikel von Paul Carter "Why I Abandoned Seeker Church"

  1. Durch die niederschwellige Angebote gingen biblische Begriffe und heilsgeschichtliche Zusammenhänge verloren.
  2. Übernahme von säkularen Formen (Auftritt, Erscheinungsbild, Programm, Inhalte)
  3. Gezielte Zielgruppensegmentierung mit bestimmten sozialen Präferenzen
  4. Entstehung einer Subkultur, bestehend aus (späten) Babyboomern und ihren Kindern
  5. Prägung durch eine informelle Liturgie (Worship Songs, Theater mit wiederkehrenden Botschaften)
  6. Konsumistisches Grundverständnis von Kirche
  7. Hauskreise als Erlebnisgruppen (Feinsegmentierung, dünne theologische Dekoration)
  8. Ausbrennen des Personals (enormer Aufwand für Programme, verbunden mit Absentismus)
  9. Nächste Generation entwickelt zunächst Teilautonomie, wendet sich dann gelangweilt ab
  10. Resignation und innere Kündigung der Zurückbleibenden

Was ich anspruchsvoll finde: Viele wechselwillige Mitglieder und Gemeinden sind durch das konsumistische Verständnis tief geprägt. Es braucht (a) eine grundsätzliche Umkehr vom mensch- zum Gott-zentrierten Verständnis, (b) text-auslegende Predigt (sämtliche Texte in Altem und Neuem Testament) und (c) ein aufmerksames Beobachten von gesellschaftlichen Entwicklungen, um die biblische Botschaft angemessen zu transportieren.

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