Standpunkt: 7 Statements zur Sexualethik

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Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Sexualethik und beabsichtige eine kurze Publikation zum Thema. Wir verzetteln uns in Detailfragen und vernachlässigen die Arbeit am Fundament. Dies sind sieben Statements:

1. Die säkulare Weltsicht schlägt auch bei Christen voll durch, weil sie meist unbewusst die Denkvoraussetzungen ihrer säkularen Nachbarn nachahmen. Der Schwerpunkt ihrer Denkarbeit, sichtbar in den Publikationen, liegt auf dem „how to“ statt auf der Grundlagenarbeit.

2. Selbst nicht-christliche Therapeuten stellen fest, dass die pornografische Epidemie die Freude killt. Die Invasion durchs Netz verseucht Ehen und schafft generationsübergreifende Folgeschäden. Es gilt: Je ungebundener die Sexualität ausgelebt wird, desto schädlicher. Je mehr sie auf sich selbst ausgerichtet bleibt, desto weniger erfüllend.

3. Körper und Seele sind als dynamische, untrennbare Einheit vom dreieinen Gott geschaffen worden. Eingriffe in den Körper wirken sich auf die Seele aus; scheinbar harmlose „Abenteuer“ hinterlassen nicht sichtbare, dafür spürbare Wirkungen („inneres Aufnahmegerät“). Die Hoffnung: Der dreieine Gott hat nicht nur den Menschen in Einheit von Körper und Seele geschaffen, er stellt ihn auch wieder her.

4. Gott gestaltet seine Beziehung zum Menschen in Form von Bündnissen. Auch die Ehe wird als Bündnis bezeichnet, das vor Gott geschlossen wird. Dieses beinhaltet gerade so geistliche, rechtliche wie auch soziale und emotionale Aspekte. Die Ehe ist Abbild der unsichtbaren Einheit zwischen Christus und seiner Kirche, also sichtbarer Ausdruck einer unsichtbaren Realität.

5. Die Familienbeziehung – Mann und Frau, Eltern und Kinder, Generationen – sind grundsätzlich für die Gesundheit einer Gesellschaft und eines Staates. Darum lohnt sich jede Investition. Eine der wichtigsten dieser Investitionen ist die Bildung. Familie und Bildung sind Schlüsselbereiche; diese unbestellten Felder sollten Christen gedanklich und gelebt wieder besetzen und Gegenkulturen bilden!

6. Die Geschlechterfrage ist scheinbar „gegessen“. Die politische Korrektheit verbietet eine ehrliche Diskussion und unterbindet damit eine Entwicklung. Die Medien thematisieren die tiefe Verunsicherung der Männer seit Jahren. Es ist Zeit, das m. E. biblische Modell der Komplementarität als ergänzende, aufeinander ausgerichtete, „Gebiets-erweiternde“, generations-übergreifend denkende Perspektive wieder zu entdecken.

7. Der christliche Glaube hat durch den zentralen Aspekt von Sünde (Rebellion gegen Gottes Gesetz, Verfehlung, Beziehungsstörung) zuverlässige Kraft zur Diagnose. Daraus erst ergibt sich die Lösung. Sie ist Er-Lösung und kommt komplett von aussen her. Der Mensch ist in sich verkrümmt (Luther). Nur das Wirken des dreieinen Gottes kann ihn geistlich gesehen zum Leben erwecken und zur Busse rufen. Das lässt hoffen. Umkehr ist möglich – auch wenn Folgeschaden lebenslang und generationsübergreifend bestehen bleiben.

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