10 Thesen: Weshalb Paare immer später heiraten

Vorabbemerkung: Es handelt sich hier um Thesen als Diskussionsbasis. Je nach Situation treffen sie mehr oder weniger zu.

Identität als Konsument 

  • Der Mensch versteht sich als Subjekt der Bedürfnisbefriedigung. Es muss ihm zugedient werden. 
  • Es gibt stets noch eine bessere Möglichkeit. 

Àufwachsen/Erziehung

  • In der Kleinfamilie wird das Leben von den Eltern materiell arrangiert. Das erschwert den Übergang zur verantwortlichen Paar- und Elternschaft. 
  • Insbesondere Jungen werden von den Müttern überbehütet. Sie wollen nicht erwachsen werden. 

Gelebte Philosophie der Beziehungen 

  • Wir leben vom Vertragsgedanken in Beziehungen. Sie bestehen unter gegenseitiger Zustimmung auf Zusehen hin. 
  • Wir zielen auf die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung, also auf den nächsten Moment eher als auf Jahrzehnte bzw. die nächste Generation ab. 

Geplante Reproduktion 

  • Der Kinderwunsch ist nach wie vor hoch. Er trägt jedoch Projektcharakter; es stehen zahlreiche Möglichkeiten zum „Nachhelfen“ offen. 
  • Die durchschnittliche Kinderzahl liegt bei eins bis zwei Kindern.  Da kann die Umsetzung getrost nach hinten verschoben werden.

Sexualität 

  • Sexualität wird Ich-gerichtet (nicht Du-gerichtet) verstanden. Man kann es sich auf Knopfdruck besorgen. 
  • Sexualität ist in hohem Mass mechanisiert. „Ich hole mir einen runter“, höre ich im Zug Heranwachsende zu einander sagen, als ob sie sich noch schnell ein Brötchen besorgten. 

The Superstition of Divorce: Collected Essays on Marriage and Divorce

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Hanniel hirnt (43): Die Soll-/Ist-Abweichung

Jede Beratung lebt von einer Erkundung der Soll-/Ist-Abweichung. Darüber denke ich in der vierten Folge "Christliche vs. säkulare Beratung" nach.

Über diese kurze Sequenz hinaus empfehle ich die Auseinandersetzung mit dem Moralgesetz: Jeder Mensch weiss intuitiv, wie es sein sollte und realisiert die Abweichung davon. Gott hat ihm dieses Gesetz "eingepflanzt". Lewis bespricht sie eindrücklich in "Die Abschaffung des Menschen" und im ersten Teil von "Pardon, ich bin Christ".

Lunch mit C. S. Lewis: Tischgespräche mit dem Schöpfer von Narnia

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Buchbesprechung: Über den Schmerz

C. S. Lewis. Über den Schmerz. Brunnen: Giessen/Basel, 2012 (8. TB-Auflage). 157 Seiten.  Euro 7,95.

Ein Buch eines ängstlichen Menschen

1940 hat C. S. Lewis sein erstes apologetisch ausgerichtetes Buch herausgebracht. Für diese Bücher ist er später in christlichen Kreisen so bekannt geworden. Lewis erlebte in seinem späteren Leben grossen Schmerz durch den Verlust seiner Frau Joy und – nach seinem eigenen Zusammenbruch Ende der 40er-Jahre – auch am eigenen Körper. Dazu kam die innere Ermüdung durch Überarbeitung sowie der Schatten des frühen Verlusts der Mutter und einer problembehafteten Beziehung zum Vater. Lewis merkt jedenfalls schon zu Beginn an: „Ich habe mich niemals – nicht für einen Augenblick – in einem Gemütszustand befunden, dass nicht schon die blosse Vorstellung ernsthaften Schmerzes mir schlechthin unerträglich gewesen wäre.“ (7) „Du möchtest wissen, wie ich selbst mich benehme, nicht wenn ich ein Buch über den Schmerz schreibe, sondern wenn mir Schmerz widerfährt. Du brauchst nicht lange zu raten, denn ich will es dir sagen: Ich bin ein grosser Feigling.“ (105)

Das Christentum schafft erst das Problem des Schmerzes

Lewis beginnt mit folgender Ausgangslage: „Ihre Geschichte ist weithin ein Register von Verbrechen, Krieg, Krankheit und Terror, mit nur gerade soviel eingestreutem Glück, ihnen, solange es währt, die Angstvorstellung des Verlustes zu gebe, und wenn es verloren ist, den brennenden Schmerz der Erinnerung.“ (10) Zwar würde Schmerz durch den Fortschritt der Zivilisation gelindert, die aber gleichzeitig neue Arten des Schmerzes schüfe. Das Christentum schaffe in gewissem Sinn das Problem des Schmerzes erst. „… der Schmerz wäre kein Problem hätten wir nicht, vergraben in unsere tagtägliche Erfahrung mit dieser schmerzerfüllten Welt, … die … gültige Versicherung empfangen, die letzte Wirklichkeit sei voll Gerechtigkeit und Liebe.“ (20-21) Schön, dass Lewis am Schluss des Buches eben die letzte Wirklichkeit des Himmels wieder aufnimmt.

Im Fluss von Fragen und Antworten

Das Buch besteht aus einem Bandwurm von aufgeworfenen Fragen, Argumenten und Beispielen, denen Lewis folgt. Ich folge diesem Lauf im Groben. Eben dieses Wissen um eine letzte Wirklichkeit, ausgedrückt durch eine „ehrfürchtige Scheu“ (13) sowie durch eine „allgemeine Sittlichkeit“, deren Verwirklichung den Menschen aber nicht gelingt (18), lässt nur zwei Möglichkeiten offen: Entweder ist diese den Menschen gemeinsame Erfahrung ein Hirngespinst oder aber eine unmittelbare des unmittelbar Übernatürlichen (16-17).

Fehlt es Gott an Güte oder an Macht?

Ein erster grosser Einwand lautet: „Wenn Gott gut wäre, würde Er seine Geschöpfe vollkommen glücklich machen wollen; und wenn Gott allmächtig wäre, würde Er imstande sein, zu tun, was Er will. Nun aber sind die Geschöpfe nicht glücklich. Darum fehlt es Gott entweder an Güte oder an Macht oder an beidem.“ (23) Die Tatsache der Allmacht Gottes hat Lewis schnell hergeleitet, doch: „Wie haben wir uns diese Gutheit und jenes Leiden ohne Widerspruch vorzustellen?“ (33)

„Gott ist Gutheit. Er vermag das Gute zu geben; aber es ist undenkbar, dass Er seiner bedürfte oder es erst erlangte.“ Seine Liebe ist deshalb „bodenlos uneigennützig“. Gott bedarf seiner Menschen nicht, also ist es „einzig die göttliche Allmacht … in voller Freiheit und in einer Herablassung, die alles Verstehen übersteigt. Wenn aber die Welt nicht vor allem deshalb existiert, damit wir Gott, sondern damit Gott uns lieben könne…“ (48-49) Es braucht etwas Zeit, um die Gedankengänge nachzuvollziehen.

Die erste Antwort lautet: Der Liebende fügt dem Geliebten möglicherweise Schmerz zu, „aber nur unter der Voraussetzung, dass der Geliebte der Wandlung bedarf, um ganz liebenswert zu werden.“ (53) Dafür müssen wir ganz bestimmt unsere menschliche Vorstellung vom lieben Gott als greisem Wohlmeiner (45) fahren lassen.

Menschliche Bosheit als Ursache von Schmerz

Zweitens geht es darum, die menschliche Bosheit als wichtige Ursache von Schmerz zu diagnostizieren. „Die Wiederentdeckung der alten Bedeutung von Sünde ist für das Christentum wesentlich. Christus nimmt als selbstverständlich an, dass die Menschen schlecht sind. Solange wir diese Seine Annahme nicht wirklich für wahr halten, solange werden wir … nicht zu den Hörern zählen, an die Seine Worte gerichtet sind.“ (55) Wir müssen uns auch der Illusion entledigen, dass Zeit allein die Sünde erledigen würde. „Die Schuld wird nicht durch die Zeit abgewaschen, sondern durch das Blut Christi.“ (59) „Von dem Augenblick an, da ein Geschöpf Gott als Gott und sich selbst als ein Selbst erfasst, hat sich die schreckliche Alternative vor ihm aufgetan, entweder Gott zum Mittelpunkt zu wählen oder das Selbst.“ (73) Es gibt während des ganzen Lebens keinen Winkel des Universums, „von dem der Mensch hätte sprechen können: ‚Dies ist unsere Angelegenheit, nicht Deine.‘“ (79)

Für Lewis steht also fest: „Der Mensch hat sich als Gattung selbst verwüstet.“ (87) Vier Fünftel des Schmerzes lassen sich so erklären. „Nicht Gott, sondern die Menschen haben Folter, Peitsche, Gefängnis, Sklaverei, Kanonen, Bajonette und Bomben erfunden. Armut und Überarbeitung sind nicht durch die Kargheit der Natur bedingt, sondern durch menschliche Habgier und menschliche Dummheit.“ (89) Nun bleibt jedoch drittens das Leid übrig, das nicht durch uns selbst bedingt ist.

Schmerz als Megafon Gottes für die taube Welt

Lewis ortet diese Leiden als „Sein Megafon, eine taube Welt aufzuwecken.“ (93) Mancher lebt so lange in seiner Illusion weiter, „bis ihn das Böse unmissverständlich trifft“ (95). Gott nimmt uns das weg, „was sich fälschlich als Quelle des Glückes ausgibt“ (96). Die Selbstgefälligkeit juckt so lange, bis durch Schmerz das ganze Kartenhaus zum Einsturz gebracht wird (106).

Nicht durchs Band gefolgt

Lewis betont, dass er keine Theologe sei, und dass, wenn etwas neu und unorthodox erscheine, man sich besser zu dem wende, was das Christentum seit jeher lehre (8). So lässt er sich beispielsweise nicht auf den Pelagianischen Streit ein (82) – was sicherlich noch einmal anderes Licht auf das Thema geworfen hätte. Wenn er seine Thesen über den Sündenfall und die Entwicklung der Menschheit vorbringt, halte ich mich auch lieber an das, was das erste Buch Mose uns sagt (69ff). Auch dem Argument, dass der Menschen einen freien Willen hat und dass darum „alle Gabe für ihn zweischneidig sind“ und dass daraus folge, „ dass die göttliche Bemühung um die Erlösung der Welt nicht mit einem sicheren Erfolg rechnen kann – was die Erlösung jedes einzelnen betrifft. Einige werden nicht erlöst werden.“ (119) Diesem Argumentationsstrang folge ich nicht. Schliesslich finde ich die „abgeleitete Unsterblichkeit“ von Tieren spekulativ und nicht in der Bibel verankert (143).

Ansonsten hält Lewis jedoch sehr wertvolle Überlegungen bereit. Er korrigiert das Bild von Gott als greisem Wohlmeiner (und unserem vermeintlichem Recht nach pausenlosem Glück und Wohlergehen), bringt deutlich die Sünde ins Spiel, spricht von der Hölle als der definitiven Destination des Schmerzes.

Es gab auch Momente der Betroffenheit, etwa wenn Lewis den „Akt des Bekennens“ als „unendlich flüchtigen heuchlerischen Moment“ beschreibt (58). „Wenn du, obwohl feige, betrügerisch und träge, dennoch einem Mitmenschen noch niemals grossen Schaden zugefügt hast, so nur deshalb, weil deines Nachbarn Wohlergehen mit deiner Sicherheit, deiner Selbstgefälligkeit oder Bequemlichkeit zufällig noch nicht in Konflikt geraten ist.“ (63)

Unser Verlangen nach der anderen Welt

Sehr passend für den Schluss ist das letzte Kapitel „Der Himmel“. „Es gehört zur Liebe, dass sie danach strebt, sich an dem, was sie liebt, zu erfreuen.“ (148) Lewis erzählt meisterhaft von unserem Verlangen nach der anderen Welt. „Alle Dinge, die je unsere Seele im tiefsten ergriffen haben, waren nur Anzeichen davon – Blicke von schmerzlicher Flüchtigkeit, nie ganz erfüllte Versprechen, ein Echo, das sogleich dahinstarb, wenn es unser Ohr erreichte.“ (149) Die Leiden der Jetztzeit sind nicht wert verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit (Röm 8,18, zit. am Anfang des Kapitels). Schmerzen und Freuden sind für diejenigen, die Gott lieben (weil er sie zuerst liebte), „frühe Einübungen“ in den kommenden Tanz des Himmels (156).

C. S. Lewis – Die Biografie: Prophetischer Denker. Exzentrisches Genie

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Input: Drei Wortmeldungen zum Stand des Evangelikalismus

In den letzten Tagen gab es drei bedenkenswerte Wortmeldungen meiner Freunde.

CB, ein langjähriger Beobachter des Evangelikalismus im deutschen Sprachraum, fasst zusammen:

Die postmoderne, emergente Bewegung ist (leider) sehr real und in weiten Kreisen dominant. Sie ist zwar dezentral, doch inhaltlich ziemlich homogen. Sie trägt alle Züge einer breitangelegten Bewegung: eigene Verlage, viele Buchreihen, viele populärer Vertreter, provokante Thesen, eigenes Vokabular für alte Themen mit neuen Schwerpunkten ("missional", "Gesellschaftstransformation"). Im Grunde ist sie eine populäre Adaption moderner Theologie, inklusive all ihrer Prämissen und Konklusionen. In Details gibt es Unterschiede, doch in einem sind sich alle einig: Nie wieder zurück zum konservativen, historischen Protestantismus, mit seiner "Schmalweg-Herzensbekehrung", seinen Dogmen, seinem "exklusivistischen Wahrheitsvertändnis", seinen "intoleranten ethischen Normen" und seiner "individualsoteriologischen Engführung"! Mit anderen Worten: Die emergente Theologie hat den christlichen Glauben eigentlich erstmals richtig verstanden.

RN analysierte die Art und Weise der Diskussion treffend:

1.) Vermeide die Sachebene.
2.) Wechlse wenn möglich auf die Metaebene.
3.) Suche Dir einen Formfehler und bausche ihn auf. Rede über die Form der Aussagen, nicht über Inhalte. Vermeide Inhalte wie die Pest.
4.) Reagiere gereitzt auf Kritiker und propagiere gleichzeitig Toleranz.
5.) Setze Dich auf ein hohes moralisches Ross und galoppiere wenn nötig aus der Diskussion weg, nicht ohne den anderen Intoleranz, Engstirnigkeit, Unsensibilität vorzuwerfen.

Ron Kubsch schrieb kritisch und hoffnungsvoll:

Die Botschaft der Kirche ist heute die eigene Relevanz. Wir wollen uns selbst als für die Welt bedeutsam und attraktiv darstellen. Und wir merken dabei nicht, dass das, was wir der Welt bieten können, ziemlich überschaubar ist. Und: Das einzige, was die Welt sich nicht selbst geben und sagen kann, wird längst unscharf oder überhaupt nicht mehr verkündigt. Der Geist der Wahrheit redet aber nicht von sich und verherrlicht auch nicht die Träume und Taten der Frommen. Der Heilige Geist leitet uns in alle Wahrheit, redet, was er vom Vater empfängt und verherrlicht Christus (vgl. Joh 16). Es geht um den Retter der Welt angesichts eines drohenden Gerichts. … Was mich bei aller berechtigen Sorge und Klage fröhlicher stimmt als vor 10 Jahren, ist die Tatsache, dass immer mehr junge Christen genau die Sackgasse, in die wir uns hineingefahren haben, durchschauen. Bei verschiedenen Gelegenheiten habe ich Menschen getroffen, die längt bemerkt haben, dass das Japsen nach Relevanz, Transformation oder Unterhaltung nicht in den Aufbruch, sondern in die Bedeutungslosigkeit und in eine – ich formuliere bewusst dialektisch – „betörende Funkstille“ geführt hat. Die Welt wird nicht besser, indem wir uns ihr verschenken. Die Welt braucht etwas, was nicht von der Welt ist. Wenn wir nicht von der Quelle her leben und verkündigen, fehlen Würz- und Leuchtkraft. Genau deshalb ist es ja unser Auftrag, das Wort des Christus, das schriftgemäße Evangelium von der freien Rechtfertigung des Sünders, weiterzugeben (vgl. Röm 10,17). So entsteht Glaube. So werden Menschen gerettet. So werden Menschen verändert. So ziehen Menschen mit einer Botschaft in die Welt.

Emerging Church: Abschied von der biblischen Lehre?

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Buchbesprechungen: Fiktive Dialoge mit wichtigen Philosophen

Ich bin begeisterter Leser von Peter Kreefts Serie „Socrates Meets…“ Mittels eines fiktiven Dialogs zwischen Sokrates werden wichtige Gestalten der Philosophiegeschichte zu ihren wichtigsten Denkvoraussetzungen befragt. Der Gesprächsort dafür ist das Purgatorium (das Fegefeuer).  Bisher mit Fokus auf inhaltliche Hauptargumente rezensiert habe ich:

Peter Kreeft. Socrates Meets Marx: The Father of Philosophy Cross Examines the Founder of Communism.

Peter Kreeft. Socrates Meets Freud: The Father of Philosophy Meets the Father of Psychology.

Peter Kreeft. Socrates Meets Sartre: The Father of Philosophy Cross-examines the Founder of Existentialism.

Peter Kreeft. Socrates Meets Kierkegaard: The Father of Philosophy Meets the Father of Christian Existentialism.

Peter Kreeft. Socrates Meets Descartes.

Hier geht es zu weiteren Büchern von Kreeft.

Summa Philosophica

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Hanniel hirnt (42): Die nicht verhandelbare Vorannahme des moralischen Relativismus

These Nr. 3 zum Thema "Christliche vs. säkulare Beratung": Eine nicht verhandelbare Vorannahme der säkularen Beratung besteht im moralischen Relativismus.

Das bedeutet: Jeder Mensch entscheidet darüber, welche Werte für ihn „richtig“ und „falsch“ sind. Davon ausgenommen sind gesetzliche Regelungen, die den momentanen Konsens einer Gesellschaft festhalten (und darum verhandelbar sind).

Hier geht es zum Podcast.

Bücher zum Thema:

The Gagging of God: Christianity Confronts Pluralism

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Hanniel hirnt (41): Wem gehören wir?

In der zweiten Frage der Serie "Christliche vs. säkulare Beratung" setze ich mich mit einer anderen Antwort auseinander, die wir im Leben stets geben: Wem gehören wir?

Menschen, die von einem geschlossenen Universum ausgehen, beantworten die Frage nach der Zugehörigkeit, indem sie Menschen nennen, denen sie sich verpflichtet fühlen bzw. mit denen sie eine Vertragsbeziehung eingegangen sind.
Manche leben gerade in dieser Beziehung in Unzufriedenheit, z. B. in der Arbeit in einer Form von Ausbeutung.

Hier geht es zum Podcast.

Passendes Buch: Wie man Gottes Wort in der Seelsorge anwendet.

Hanniel hirnt (40): Die Zielrichtung einer Beratung

In dieser neuen Serie geht es darum, dass ich die Unterschiede zwischen einer säkularen und einer christlichen Beratung aufzeige. Was meine ich mit "Beratung"? Das können auf die Schnelle erteilte (informelle) Ratschläge, eine längere Beratung mit Freunden, aber auch eine Seelsorge- oder Therapiesitzung sein. Vielleicht sind wir uns zu wenig bewusst, dass auch leicht hingeworfene Ratschläge, die wir dann befolgen, immer von einer Sicht auf Welt und Leben getrieben werden!

Zuerst geht es um die Zielrichtung der Beratung: Veränderung – zu was? Jeden Ratsuchenden bewegt ein Anliegen, durch das er sich verändern möchte. Meine These: In der säkularen Beratung geht es um eine Umgestaltung zur besseren Übereinstimmung (inneren Stimmigkeit) mit sich selbst. (Ich hole weiter aus, um an meinen Gedanken teilzuhaben. Das führt zu Antworten, die sich zum Teil mit den nächsten Fragen überschneiden.)

Hier geht es zum Podcast.

Passendes Buch: Werkzeuge in Gottes Hand: Biblische Seelsorge in der Gemeinde.

Hanniel hirnt (39): Drei Herausforderungen für Jugendliche

Frage Nr. 8: Welchen Herausforderungen sind Jugendliche besonders ausgesetzt?

1. Der Konsum (Wohlstandsevangelium light), kombiniert mit
2. ethischem Relativismus und dem
3. Evangelium als Schwellenerfahrung
führt zu Formen des Anti- und Neo-Nomismus ("Gesetzlosigkeit" und "Bildung von neuen Gesetzen")

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das mehrstündige Gespräch mit Benny und Christoph von flowwaters. Sechs junge Männer schreiben unter dem Motto: "Kühles Wasser auf eine lechzende Kehle, so ist eine gute Nachricht aus einem fernen Land." (Spr 25,25)

Sie haben übrigens die beiden Bände "Zur Ehre Gottes leben" gelesen und rezensiert.

Hanniel hirnt (38): Wie kann eine Ortsgemeinde dem Missionsauftrag nachkommen?

Frage Nr. 7: Wie kann eine Ortsgemeinde dem Missionsauftrag nachkommen? (Ich wiederhole hier den Hinweis: Es folgt keine umfassende Antwort, sondern eine Ausführung zum Prinzip "von innen nach aussen". Zum Beispiel fehlt die Weltmission darin völlig. Dazu siehe meine Rezension "Weltbewegend: Die Freude an Gott kennt keine Grenzen".)

– Lehrende Älteste leben es selbst
– Evangelium in den Familien leben
– Im nächsten Umfeld: Nachbarn, Arbeitskollegen, Menschen, die uns begegnen
– Freundschaften, Gastfreundschaft
– Evangelisten leiten an