Unsere Nächsten verletzen uns oft am stärksten

Bedeutung und Sicherheit suchen wir naturgemäss im Kreis unserer Nächsten. Doch: Gerade diese Nächsten können uns am empfindlichsten enttäuschen und verletzen. Wenn ich ehrlich bin, verhalte ich mich nicht anders.

  • Ich bin nicht anwesend – physisch oder gedanklich, wenn es sich der andere am meisten wünscht.
  • Ich bin ignorant, mit den eigenen Problemen beschäftigt. Ich erzähle nur von mir, anstatt nach dem anderen zu fragen.
  • Ich schenke mein Vertrauen plötzlich einer anderen Person, und mein Gegenüber geht leer aus.
  • Ich scheue eine Auseinandersetzung – nicht um den anderen zu schützen, sondern um Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen.

Die Bibel sagt, dass Bedeutung und Sicherheit  nur an einem Ort zu finden sind. Die Sehnsucht der Menschen ist nicht von ungefähr, sie ist durch unseren Konstrukteur in uns angelegt. Dieser ruft uns zu:

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. (Matthäus 11,28)

Dieser Satz enthält drei wichtige Elemente:

  1. Eine Einladung: „Kommt.“ Es heisst nicht: „Mach.“ Viele würden das bevorzugen, denn so müssten sie nicht ihren Aufenthaltsort wechseln.
  2. Ein Eingeständnis: Ich bin ein belasteter Mensch mit. Da gibt es Ziele, die ich nicht erreiche; äussere Umstände, denen ich ausgeliefert bin und dich mich überfordern; und Furcht vor Versagen, die mich ängstigt.
  3. Eine Erleichterung: Wir müssen uns nicht Ruhe schaffen, sondern wir bekommen sie als Geschenk.
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