Der fünfte Bub (64): Osterhasen unterwegs.

Wie Flöhe sind sie, die Jungs. Früh aufgewacht und aufgeregt, denn heute kommen meine Schwestern zum Brunch – mit einem lebendigen Hasen und den Osternestli. Die frühen Morgenstunden zu gestalten ist nicht ganz einfach. Es empfiehlt sich: Zuerst nochmals ins Bett zurückschicken mit Lektüre, mit Variante Hörspiel. Eine weitere Möglichkeit ist ein morgendliches Bad. Die Aufmerksamkeit kann zwischendurch mit einem Vorlesebuch gewonnen werden. Auch getrenntes Spiel (nicht alle beisammen) kann über eine Zeit funktionieren.

Meine Frau hat sich unbemerkt in den Garten begeben, um die nächtlich gefärbten Eier zu verstecken. Mein Ältester geht ans Fenster und kommt aufgeregt zurück: “Der Osterhase war da.” Er hat durchs Fenster ein Ei entdeckt. Der Vierte hüpft zu meiner Frau: “Frau Meier, Eier.” (tatsächlich, bei der Bauernfamilie holen wir jeweils Eier). Wir verteilen Ferngläser, und die Buben versuchen durchs Fenster weitere Eier zu entdecken. Dann macht der Älteste eine weitere Entdeckung: Zwei der gefärbten Ostereier sind im Kühlschrank. Da geht wohl nicht alles mit rechten Dingen zu…

Endlich dürfen sie nach draussen. Der Dritte war in der Eile ohne Schuhe nach draussen gegangen; als er mit Schuhen erscheint, sind schon alle Eier gefunden. Er muss seine Augen nochmals schliessen, und meine Frau versteckt ihm etwas. “Das ist ja bubi-einfach.” Erfreut entdeckt er den kleinen Schokolade-Osterhasen.

Nachher setzen wir uns zu Tisch und geniessen die Eier, frische Zopf-Hasen. Die Kleinen beissen in ihren Schokoladehasen und testen, wieviel ihr Magen verträgt. Nachher heisst: Nichts wie raus! Die Energie muss eingesetzt werden. Mittags gibt es Salat und Fruchsalat…

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