Neujahr in Sicht (1): Eines meiner Geheimnisse

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Weihnachten ist ein guter Tag, um euch eines meiner Geheimnisse weiterzugeben. Die Denk- und Lebensvoraussetzung dazu ist nicht machbar: Jemand muss uns nämlich die Augen dafür öffnen, woher wir kommen (wir sind die Geschöpfe des persönlich-unendlichen Gottes), wie es um uns steht (wir stecken tief im Morast der Sünde, die unser gesamtes Sein betrifft) und woher uns Hilfe kommt (von Gottes Sohn, der Mensch geworden ist).

Wenn meine Frau dabei ist, schmunzelt sie bisweilen oder blinzelt mir zu. Woher kommt es, dass ich an bestimmten Orten (ich lasse sie ungenannt) scheinbar sicher auftreten kann? Fragen stelle, die sich sonst niemand traut (um ehrlich zu sein: ich eigentlich auch nicht)? Einen Schritt in die Komfortzone des anderen vorwage (obwohl es mir selbst eigentlich unangenehm wäre)? Mich überwinde, eine Antwort zu geben, die nicht den Erwartungen entspricht und wofür ich keinen Applaus ernte?

Ich gehe durch diese Momente im tiefen Bewusstsein, dass ich Kind dessen bin, dem alles, aber auch wirklich alles gehört. Ich gehöre Ihm im Leben und im Sterben. Es kann mich nichts mehr von Ihm trennen. Er wird mich garantiert in sein ewiges Reich nehmen. Noch besser: Ich gehöre schon zu seiner Mannschaft, allerdings noch "undercover". Ihm ist alle Macht gegeben – egal, ob es Menschen, Orte oder Gebäude sind. Ich gehe in grösster Zuversicht selbst da, wo ich von mir aus nichts auszurichten hätte.

Ich kann euch verraten: In dieser Haltung lebt sich's anders. Ein Wort der Wahrheit überwindet die ganze Welt.

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