Vortrag: Was ist das Evangelium?

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Mein Herz springt vor Freude angesichts der Aussicht, einen Vortrag zur wichtigsten Frage überhaupt halten zu dürfen: Worin besteht die Frohbotschaft, die wir jedem Menschen verkünden sollen? Kein Wunder, dass darüber innerhalb verschiedener Segmente der Christenheit unterschiedliche Antworten gegeben werden! Ja, es ist die Frage mit dem grössten Konfliktpotential. Der grosse evangelikale Vordenker J. I. Packer kommt zum Schluss, dass der Inhalt sich markant verschoben habe.

Dazu kommt: Weder im nach-christlichen Europa noch in christlichen Gemeinden darf diese Botschaft einfach vorausgesetzt werden! Also werde ich zuerst etwas darüber sagen, was Kontext, Kern und Konsequenz des Evangeliums ist.

Greg Gilbert weist mit Recht darauf hin, dass zwischen zwei Fragestellungen unterschieden werden muss: 1) An welche Botschaft muss ein Mensch glauben, damit er gerettet wird? Und: 2) Was ist die gesamte gute Botschaft, die das Christentum bietet? Die zweite Frage zu beantworten, ohne die erste miteinzuschliessen, führt jedoch zu einer Verzerrung: “Wenn wir die Aufrichtung von Gottes Reich, die neue Schöpfung und den ganzen Rest verkünden, ohne zu erklären, wie Menschen dort hineinkommen – durch Umkehr und Glauben an Christus und seinen stellvertretenden Sühnetod, wodurch ihre Sünden vergeben werden –, ist das nicht das Evangelium.”

Der zweite Teil des Vortrags wird sich um zwei gebräuchliche Fälschungen des Evangeliums drehen, die im Umlauf sind. Zuerst geht es um das therapeutische Evangelium des Westens. Der kürzlich verstorbene Seelsorger David Powlison hat es kraftvoll anhand ihrer Botschaften skizziert. Ebenso präsent ist die Darstellung als Set von gewissen Anforderungen für das “rechte Leben”, durch deren die Einhaltung/Erfüllung Erlösung versprochen wird – Moralismus.

Drittens wird es mir um die präzise Kommunikation gehen. Greg Gilbert spricht von vier zentralen Fragen; Francis Schaeffer stellte ebenfalls vier Fragen. Ich habe die Antwort selbst ausformuliert.

Abschliessend werde ich darauf hinweisen, dass das Evangelium keine Schwellenbotschaft ist, sondern lebensverändernde Kraft. Wir leben täglich durch die Kraft des Evangeliums!