Predigt: Aaron – eine Beinahe-Tragödie

Passendes Buch:

Als Auftakt zu den Bibelkurswochen in Aidlingen wurde ich um ein Lebensbild aus den Fünf Büchern Mose gebeten. Nach einem Familienrat liess ich mich auf den Vorschlag meines Jüngsten ein: Aaron. Er wird im zweiten, dritten und vierten Buch Mose erwähnt.

Am Lebensbild von Aaron gebe ich euch eine Hilfestellung für das persönliche Bibelstudium, aber auch für die Vorbereitung in Familienandachten, Hauskreise, Jugendstunden an die Hand. Sie stammt vom englischen Langzeitprediger und Pastorentrainer Vaughn Roberts aus Oxford.

Was steht (nicht) da?

Beginnen wir damit, was nicht verzeichnet ist. Das ist ebenfalls sehr bedeutsam: Im Gegensatz zu Mose steht nichts von Geburt, Ausbildung, Heirat und erstem Beruf! Dafür wird von fünf markanten Auftritten berichtet.

  1. Gemeinsamer Dienst in Ägypten (2. Mose 4,14; 5,1 etc.)
  2. Tödlicher Fehler am Sinai (2. Mose 32)
  3. Verlust zweier Priestersöhne (3. Mose 10)
  4. Rebellion gegen Mose, zusammen mit Schwester Mirjam (4. Mose 12)
  5. Ungehorsam und Abtritt (4. Mose 20)

Warum steht es da?

Aaron ist zwar eine Schlüssel-, jedoch nicht die Hauptfigur. Als derjenige, der von Gott erwählt wurde, das Volk vor Ihm zu vertreten, verfehlte er sich selbst und konnte nur durch das Opfer gerettet werden (vgl. 5. Mose 9,20f)

Was ist die Hauptbotschaft?

«In denen, die mir nahen, will ich geheiligt werden.» (3. Mose 10,3)

Welche Stimmung wird vermittelt?

Die Ereignisse tragen den Charakter einer Tragödie. Aaron selbst wird jedoch gerettet.

Wie weist Aaron auf den Messias hin?

Die Führer von Gottes Volk erwies sich nicht als Brücken, sondern als Sackgassen. Der wahre Hohepriester (Hebräer 5,1-4) als Gegenbild verwendet sich für das Volk und gibt sich hin. Er ist sowhl Priester als auch Opfer!

Wie macht mich diese Schilderung demütig?

  1. Fliehe zum wahren Hohepriester flüchten (statt Ausflüchte zu suchen).
  2. Tue Busse (statt dich selbst zu rechtfertigen).
  3. Lebe mit Konsequenzen (statt vor ihnen zu flüchten).

Zum Mitschnitt (40 Minuten, ab Minute 6)