Jubiläum: 20 Jahre Personalentwicklung

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In diesen Tagen jährt sich mein Einstieg in die betriebliche Personalentwicklung zum 20. Mal. Hier sind meine Notizen mit einer (unvollständigen und absichtlich nicht ganz nach dem ABC geordneten) Aufstellung zu Prinzipien.

Auftragsklärung Bis zu 80 % der Energie kann (innerbetrieblich) im fortgesetzten Hinterfragen des Auftrags liegen.
Begegnung/Beziehung Lernprozesse sind vorrangig Beziehungsgeschichten; im Lernen begegnet mir der/die andere(n).
Commitment/Hingabe Wer sich nicht ein-/hingibt, verwendet seine Kraft oftmals zur Vermeidung und Abwehr.
Denken & Handeln Rechtes Denken beeinflusst rechtes Handeln; rechtes Handeln wiederum korrigiert das Denken.
Delegation Wer seine (Führungs-)Verantwortung weitergibt, schafft im eigenen Verantwortungsbereich ein Vakuum.
Fragen Es gibt kaum Wirkmächtigeres als Fragen; dabei möchte ich die Frage hinter der Frage herausfinden. Es braucht Geduld, um auf die Antwort(en) zu warten.
Gewohnheiten Beinahe 100 % unserer Tätigkeiten sind programmierte Abläufe; damit kommt es darauf an, welche wenigen dieser Abläufe wir uns neu aneignen/umtrainieren.
Lesen & Schreiben Dies sind meine wichtigsten Lern- und Ausdrucksformen abgesehen vom Gespräch.
Medien (Heils-)Erwartungen werden – gerade in einer Zeit zunehmender digitaler Möglichkeiten – werden zu gerne in die Produktion von Medien verlegt.
Multiplikation Neue Vorgehensweisen, die erprobt worden sind, gilt es in anderer Form oder in anderen Bereichen zu multiplizieren.
Opfer/Passivität Was mir begegnet/widerfährt, kann ich in der Regel nicht oder nicht direkt beeinflussen; es geht also darum, wie ich darauf antworte. Also vergeude ich wenig Energie mit Jammern.
Optionen Was sonst noch? Das ist eine wichtige Frage, die mich dauernd begleitet.
Perfektionismus Wer sich an seinen eigenen (zu hohen) Erwartungen misst, verbrennt viele Ressourcen eigenmächtig und ohne Aussenwirkung.
Performance Wie messen wir das, was wir unternehmen? Wir leben in einer Zeit, in der alles mit allem verglichen wird.
Radar Für manche Umsetzungsaktivität ist das Fliegen unter dem Radar der Unternehmensleitung die effektivste Vorgehensweise. Ich setze auf informellen Einfluss.
Schublade Manche Ideen und Konzepte verschwinden für Jahre in der Schublade. Plötzlich kommen sie dann in der einen oder anderen Form zum Einsatz!
Sinn Wer das Warum nicht kennt, findet sich kaum mit dem Was und dem Wie ab.
Sünde Was die Theologie als Abweichung von Gottes Gesetz beschreibt, beeinflusst im hohen Mass die motivationale Ebene (es gilt etwas zu vertuschen, auszublenden oder aktiv zu stören).
Treue Gesteckte Ziele müssen hartnäckig verfolgt werden. Dies gilt sowohl bezüglich der Auslotung des Auftrags (der sich allerdings laufend anpassen kann), vor allem aber in der Veränderungsarbeit.
Verantwortung Wer ver-antwort-lich handelt, übernimmt für das Steuern der eigenen Antwort Initiative.
Ziel(e) Der Auftraggeber verfolgt vordergründige, noch mehr jedoch hinter- und untergründige Ziele. Diese gilt es auszuloten.

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