Input: 20 Fakten über das Leben von Karl Marx

Passendes Buch:

Der bedeutende Historiker Paul Johnson über Marx (in Intellectuals, S. 52-81):

a) Werk

  • «Wissenschaftlich» war die stärkste Ausdrucksweise, um sich von seinen vielen Feinden abzusetzen.
  • Sein gesamtes Werk trägt die Kennzeichen einer Studie des Talmud: Es ist im Wesentlichen ein Kommentar, eine Kritik am Werk anderer in seinem Feld.
  • Der Poet in Marx war wichtiger als gemeinhin angenommen wird. … Marx war, kurz gesagt, ein eschatologischer Autor vom Anfang bis zum Ende.
  • Für Marx war die Planung, selbst das Schreiben eines bedeutenden Buches nicht nur schwierig, sondern eine Unmöglichkeit. Sogar Das Kapital besteht aus einer Serie zusammengeschweisster Essays ohne echte Form.
  • Seine grösste Gabe war der polemische Journalismus.
  • Journalistische Aphorismen sind die Highlights seines Werks, akademischer Jargon sein Ballast.
  • Marx’ Erklärung darüber, was an der Welt falsch ist, kann man als eine Mischung aus Studenten-Café-Antisemitismus (seiner Tage) und Rousseau zusammenfassen.
  • Marx schaffte es selbst beim Politisieren von Ereignissen philosophischen Jargon zu benützen.
  • Marx hatte eine ambivalente Haltung zu Fakten, so wie er sie zu Hegels Philosophie hatte.
  • Er war unwillig die Arbeitsbedingungen der Industrie aus erster Hand zu untersuchen – warum sollte er auch?
  • Er verwendete Erst- und Zweithandquellen mit grosser Nachlässigkeit. … (Man kann von einem) systematischen Missbrauch von Quellen (sprechen).

b) Person 

  • Der Unterton von Gewalt innerhalb des Marxismus war eine Projektion des Mannes selbst.
  • Marx stritt sich mit jedem, mit dem er sich verband.
  • Viel Zeit verwendete er dafür, Dossiers über seine politischen Rivalen und Feinde zu sammeln.
  • Er tendierte dazu zu denken, dass moralische Gesetze auf ihn keine Anwendung finden würden.
  • Er führte ein ungesundes Leben: Wenig Bewegung, Verschlingen von scharfem Essen in grossen Mengen, starkes Rauchen, häufiges Trinken. Er wusch sich selten. 
  • (Ein britischer Gesandter in Berlin um 1850) Er hat keinen geregelten Tagesablauf, liegt oft mittags bekleidet auf dem Sofa. Es gibt kein sauberes und solides Stück im Haushalt.
  • Zentral für seinen dauernden Hass und seine Frustration war sein inkompetenter Umgang mit Geld.
  • Er nahm jeden Menschen in seinem Umfeld aus, vorab seine Familie und seinen Freund Engels (von dessen Einkünften mehr als die Hälfte an Marx ging).
  • Er beutete seine Töchter aus; alle drei hatten enorme Probleme mit Männern. Die zwei Töchter nahmen sich als Erwachsene das Leben. Zudem hatte Marx (höchstwahrscheinlich) eine uneheliche Beziehung zur Hausangestellten, die der Familie lebenslang diente. Den Sohn aus dieser Beziehung sah er lebenslang nie.