Predigt: Vom Mut stehen zu bleiben – 12 Lektionen für ein gegenkulturelles Leben

Passendes Buch:

In meiner diesjährigen Bibelstunde (48 Minuten), die auf dem Michelsberg statt in Aidlingen stattfand, predigte ich über die autobiografischen Stücke aus dem Propheten Jeremia. Es handelt sich um fünf Klagen, eingebettet in den Prophetendienst, verteilt über Jeremia 11-20.

Im ersten Teil führte ich aus, welchen Widerstand Jeremia in seiner Doppelrolle als Priester und Prophet zu gewärtigen hatte. Die Anfeindungen aus seiner eigenen Familie stürzte ihn in eine tiefe Krise. Er reagierte a) mit Fragen an den göttlichen Auftraggeber, b) mit dem Eingeständnis, mit jedermann im Streit zu sein und c) dem Zeugnis, trotz Abbruchsgedanken den Hirtendienst zu Ende zu führen.

Aus diesen Überlegungen leitete ich 12 Überlegungen zum gegenkulturellen Leben ab:

  1. Gottes Planung kann massiv von der meinigen abweichen.
  2. Der Allmächtige geht seinen Weg (auch und gerade) mit Zartbesaiteten.
  3. Die Ausrüstung für die Aufgabe geschieht fortwährend.
  4. Der ärgste Widerstand kommt oft aus den eigenen Reihen.
  5. Ein Wort der Wahrheit wiegt auf lange Sicht stärker als 1000 Worte der Lüge.
  6. Gott bewahrt nicht vor dem Brunnen, sondern im Brunnen.
  7. Wir deponieren unsere Fragen am richtigen Ort – ohne Ihn dabei grundsätzlich in Frage stellen zu müssen.
  8. Die Aussenseiterposition ist Zwischenstand, kein Endstand.
  9. Emotional durchgeschüttelt zu werden gehört zur Pilgererfahrung und ist kein Abbruchssignal für die Reise.
  10. Unsere Ansage darf lauten: Halte mich, damit ich mich an dir halte.
  11. Ohne das Essen seiner Worte verhungert der Kämpfer.
  12. Der Glaubende kann letztlich nicht anderes tun als dem göttlichen Auftrag nachzukommen.