Input: Unterschiede zwischen Online- und physischem Gottesdienst

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Carl Trueman denkt über die “protestantische Apokalypse” nach – den Umstand, dass ein beträchtlicher Teil der Gottesdienstbesucher wohl nicht mehr an ihre (physischen) Plätze zurückkehren.

Die Frage, wie der physisch abwesende Christus anwesend sein kann, ist entscheidend dafür, wie wir den Gottesdienst und seine einzelnen Elemente verstehen. Und sie hat daher einen offensichtlichen Einfluss darauf, wie wir über den Online-Gottesdienst im Zusammenhang mit einer physisch abwesenden Versammlung der Gemeinde denken. …
Für Protestanten ist Christus durch die Verkündigung seines Wortes … durch die Sakramente gegenwärtig, aber nur dann, wenn sie in den größeren Rahmen des gepredigten Wortes gestellt werden. Und das macht den Unterschied zwischen einer physischen Versammlung der Kirche und einer, die online stattfindet, auf theologischer Ebene etwas schwieriger zu formulieren. …
Wo es keine Gemeinschaft gibt, kann es auch keine Störung der Gemeinschaft geben. Und Gemeinschaft funktioniert am besten, wenn es echten menschlichen Kontakt und wirkliche Interaktion gibt. Um ein extremes Beispiel zu nennen: Eine Leinwand kann nicht Ihre Hand halten und auf Ihrem Sterbebett für Sie beten.
… Das Zuhören als aktive, getreue Reaktion ist
(durch die Gewöhnung an) Fernseher und unzählige andere Bildschirme auf einen passiven Empfang (reduziert und dadurch) zum Standardmodus (default position) geworden.