Input: Sind Tattoos schlimmer als Ehebruch?

Sehr guter Artikel von Trevin Wax.

Debatten entstehen immer dann, wenn wir bibelgläubigen Christen begegnen, die in den wesentlichen Punkten des Glaubens übereinstimmen, sich aber nicht einig sind, wie die größten Gefahren, denen die Kirche heute gegenübersteht, zu bewerten sind, oder wie wir die besten Verwalter unserer Ressourcen sein sollen, oder wie wir “Kirche betreiben”, mit säkularen Wissensquellen umgehen sollen oder politische Prioritäten festlegen sollen. Oder wie wir auf pastorale Versäumnisse zu reagieren haben.

In dem beschriebenen Beispiel geht es auch um kulturübergreifende Perspektiven. Was für US-amerikanische Christen selbstverständlich scheint, geht für tansianische gar nicht. Weshalb?

Tätowierungen werden mit Hexerei und bösen Geistern in Verbindung gebracht. Eine Tätowierung, unabhängig von persönlichen Absichten, ist ein Zeichen des Besitzes, das auf deinem Körper platziert wird, das entweder den Einfluss eines Medizinmanns oder eines bösen Geistes auf dein Leben bestätigt oder zumindest andeutet bzw. dazu einlädt. Ehebruch ist falsch, aber sicherlich denken sogar Amerikaner, dass es schlimmer ist, wenn ein Pastor sich öffentlich mit einem bösen Geist identifiziert.

Welches Vorgehen empfiehlt Wax?

Anstatt Granaten zu werfen, Anschuldigungen zu machen und das Schlimmste über Brüder und Schwestern anzunehmen, die die Dinge anders sehen, treten Sie zurück. Bauen Sie auf der gemeinsamen Basis auf, die Sie in Bezug auf das Wesentliche des christlichen Glaubens teilen. Nehmen Sie sich die Zeit, die zugrundeliegenden Probleme zu erforschen, damit Sie besser klären können, wo die wirkliche Meinungsverschiedenheit liegt: im Bereich der Prinzipien und Grundwerte. Dort können Sie eine fruchtbare Diskussion und Debatte führen, weil Sie tatsächlich über das Thema debattieren und nicht vorschnell diejenigen abweisen, mit denen Sie nicht einer Meinung sind.

Passendes Buch zum Thema: “Finding the Right Hills to Die On” (E21-Rezension)