Predigt: Alltagsmission in einer nach-christlichen Zeit

In der Freien Kirchgemeinde Warendorf durfte ich – 6 Jahre nach dem Wochenendseminar “Vor Gott leben” – über die Spontanpredigt von Paulus in Lystra im Rahmen seiner ersten Missionsreise (Apg 14,15-18) predigen (Mitschnitt).

Rechne mit unerwartetem Interesse

  • Gott öffnet Türen bei Menschen und in Momenten, mit denen wir nicht rechnen.
  • Christen haben einen Auftrag, sind bewusst an Orte gestellt und bleiben „Menschen von gleicher Art“ als Zeugen, nicht Retter.

Fokussiere auf das Thema der Verehrung

  • Paulus setzte beim aktuellen Götterkult an, eine Vorlage für uns heute.Verehrung zeigt sich in dem, wofür wir Zeit, Geld, Energie, Tagträume einsetzen und was wir nicht verlieren wollen.
  • Christen sind „Götzendetektive“: zuerst im eigenen Herzen, dann bei anderen.

Betone Gottes Grundanspruch als Schöpfer

  • Gott als Schöpfer hat einen berechtigten Totalanspruch auf unser Leben.
  • Unsere radikale Abhängigkeit (Luft, Wasser, Nahrung) und jede Freude im Alltag sind Zeugnisse seiner Güte.
  • Der moderne Autonomieanspruch („ich gehöre mir“) wird dadurch entlarvt.

Überlasse die Wirkung einem Wirkmächtigeren

  • In Lystra kippt die Stimmung von Verehrung zu Steinigung; menschliche Gunst ist kurzlebig.
  • Gott wirkt dennoch dauerhaft (z. B. Timotheus in Apg 16); Frucht liegt letztlich in seiner Hand, nicht in unserer.

Ein innere Landkarte bzw. ein Gesprächsgerüst für die nachchristliche Zeit (nach Greg Gilbert, erweitert)

  • Wahrheit: Gott offenbart sich; dem Mensch ist empfänglich.
  • Gottes Totalanspruch: Wir gehören Ihm.
  • Menschliche Größe und Elend: Begabung und Potenzial einerseits, Zerbruch und Sünde andererseits. Wir sind Rebellen.
  • Jesus Christus: Gottmensch; stellvertretender Sühnetod in Raum und Zeit
  • Stellungnahme: Es gibt nur zwei Antworten – ja und nein.