John Stotts “The Contemporary Christian” (1992) gehört für mich zu den besten Beta-Materialien (Jüngerschaft). In Kapitel 5 beschreibt er verschiedene Auswirkungen von Jesu Herrschaft:
Die intellektuelle Dimension: Jesus beansprucht Autorität über unsere Gedanken. Jünger sollen das „Joch” seiner Lehre auf sich nehmen (Matthäus 11:29) und sich seinem Unterricht unterwerfen, da wahre Freiheit unter seiner Autorität gefunden wird.
Die moralische Dimension: Christen stehen unter dem moralischen Gesetz zur Heiligung. Sowohl das Sühnewerk Christi als auch die Gegenwart des Geistes zielen darauf ab, dass wir „die gerechten Anforderungen des Gesetzes erfüllen” (Römer 8:4). Der Test der Liebe zu Christus ist der Gehorsam gegenüber seinen Geboten (Johannes 14:15).
Die berufliche Dimension: Jeder Christ ist zum Dienst (diakonia) berufen. Unsere tägliche Arbeit soll eine Hauptsphäre sein, in der Jesus seine Herrschaft ausübt, da wir „für den Herrn, nicht für Menschen” arbeiten (Kolosser 3:23).
Die soziale und politische Dimension: Die Bekenntnis zu Christus als Herrn bedeutet, ihn als Herrn der Gesellschaft anzuerkennen. Christen sollen sich dem Staat unterwerfen (Römer 13:1-7), solange der Gehorsam gegenüber dem Staat keinen Ungehorsam gegenüber Gott bedeutet. Wenn der Staat göttliche Autorität missbraucht, ist ziviler Ungehorsam geboten, weil „wir Gott mehr gehorchen müssen als den Menschen” (Apostelgeschichte 5:29).
Die globale Dimension: Die Herrschaft Jesu ist universell. Die Bekenntnis „Jesus ist Herr” ist der größte Anreiz zur Weltmission, da Mission eine unvermeidliche Ableitung seiner universellen Herrschaft ist (Matthäus 28:18-20).