Alfried Längle im Vortrag “Tu nicht gleich, schau zuerst!”
- Erziehung und Sozialisation prägen häufig einen inneren Antreiber („tu schon“, „mach weiter“, „sei nicht so faul“) und erzeugen internalisierten Zeit- und Aktivitätsdruck.
- Ängstlichkeit verstärkt Eile, weil Menschen befürchten, zu spät zu sein, etwas zu verpassen oder negative Konsequenzen zu erleiden.
- Bedrohungsgefühle im sozialen Feld fördern Dienstfertigkeit, weil Menschen Angst haben, ungeliebt, ausgegrenzt oder „an den Rand gedrückt“ zu werden.
- Ablenkung wird zur Strategie, weil Menschen durch Aktivität Konfrontation mit Unangenehmem vermeiden wollen (z. B. Beziehungsprobleme, Überforderung, innere Leere).
- Helfen wird zum Zwang, weil Menschen Not kaum aushalten und sich durch Hilfe Anerkennung, Liebe oder Unersetzlichkeit sichern wollen.
- Persönlichkeitseigenschaften und Lebensstile verstärken Muster (z. B. Ordnungsbedürfnis, Perfektionismus, Ungeduld, Geltungsdrang, Spontaneitätsdrang).
- Ansprüche an sich selbst erzeugen Dauerstress, weil innere „Kommentatoren“ Druck machen und ein innerer Dialog fehlt, der diese Stimmen relativiert.