Dies sind Positionen, die bibeltreue Ausleger bezogen auf die Interpretation von Jerusalem und Babylon einnehmen:
| Position | Identifikation | Zeitrahmen | Was symbolisiert | Ethische Folgerung |
| A: Historisch-transtemporal (Beale, Ian Paul, Bauckham) | Primär Rom; universal erweiterbar | Kirchenzeit insgesamt | Wirtschaftlich-religiöses Weltsystem in Allianz mit Staatsmacht | Geistlich-ethische Nicht-Identifikation mit den Werten Babylons |
| B: Apostatisches Jerusalem (Gentry, Chilton) | Jerusalem 70 n. Chr. | Abgeschlossen (70 n. Chr.) | Jüdischer Tempelstaat und seine Komplizenschaft mit Rom | Historisch; begrenzte Gegenwartsrelevanz |
| C: Rein idealistisch (Hendriksen, Poythress) | Kein historisches Erstkorrelat | Gesamte Geschichte, ahistorisch | Universales gottfeindliches Weltsystem | Wachsamkeit in jeder Epoche |
| D: Zukünftige Entität (Walvoord, MacArthur) | Zukünftige Stadt/System | Noch zukünftig | Buchst. Weltregierung/Weltreligion im Bund mit Antichrist | Buchstäbliches Herausgehen zur Endzeit |
Breiter evangelikaler Konsens: Babylon hat ein historisches Erstkorrelat (überwiegend Rom), trägt aber symbolische Bedeutung über die erste Epoche hinaus. Die wirtschaftlich-religiöse Analyse (Luxus, Handelsabhängigkeit, Götzendienst) ist das konstante theologische Signal, das auf jede Weltordnung angewendet werden kann, die Gehorsam gegenüber Gott mit dem Versprechen materieller Sicherheit erkauft.