Väter (6): Priorität 3 – Hüte die Herzen der Kinder.

Das Motto von Klicka war: Hüte die Herzen der Kinder, kontrolliere nicht nur ihre Taten!

Klicka selbst hat viele Ideen umgesetzt, um dieser Verantwortung nachzukommen: Er erzählte abends Geschichten – im Dunkeln; er nähm sich wöchentlich einzeln Zeit für jedes Kind (er hatte sieben!); wenn er zu Hause war, übernahm er die volle Verantwortung für die Kinder; er nahm auch regelmässig Einblick in den Lernstoff für die Kinder; er hielt Familienandachten; für die Zeiten der Abwesenheit besprach er Kassetten mit Geschichten und Inputs; er setzte für die Familie geistliche Ziele, unterstützte und reflektierte die Umsetzung.

Aus: Christopher Klicka. The Heart of Home Schooling. Broadman & Holman Publishers: Nashville 2002.

Väter (5): Priorität Nr. 2 – Die Ehefrau lieben.

Als Priorität Nr. 2 nennt Klicka die Liebe gegenüber seiner Frau. Wie setzte er das konkret um? Er verstand sich als anregendes Gegenüber; er versorgte sie mit inspirierender Literatur, plante Zeit für Zweisamkeit und für das gemeinsame Gebet ein; er unterstützte sie dabei, ihre Zeit schützen; er lobte sie und suchte ihren Rat. Die Hausarbeit bezeichnete er als den Bereich, in dem er seine Dienerschaft täglich zeigen konnte. Im Zustand fortgeschrittener Erkrankung, als er bereits Mühe hatte, sich selbst anzuziehen, räumte er nach einem langen Arbeitstag herumliegende Sachen auf…

Aus: Christopher Klicka. The Heart of Home Schooling. Broadman & Holman Publishers: Nashville 2002.

Väter (4): Die Priorität Nr. 1 – Zustand der eigenen Seele.

Welche Prioritäten und Handlungsfelder hat ein Vater als dienender Leiter in seiner Familie? Christopher Klicka benennt sie in dieser Reihenfolge:

Priorität Nr. 1 ist der Zustand der eigenen Seele. Ist sie dehydriert, schlecht ernährt? Die Familie wird es merken! Die Beziehungspflege mit Gott darf nicht zu kurz kommen. Klicka zitiert eine Studie von Howard Hendricks, wonach geistliche Leiter, die gestrauchelt sind, es an drei Dingen fehlen lassen: Sie vernachlässigten die tägliche Zeit mit Gott; sie waren niemandem rechenschaftspflichtig; sie trafen sich privat mit Frauen. Und sie dachten, dass ihnen so etwas nie passieren würde.

Aus: Christopher Klicka. The Heart of Home Schooling. Broadman & Holman Publishers: Nashville 2002.

Die Wirklichkeit den Wünschen der Menschen gefügig machen

Für die Weisen der Vergangenheit hatte das Hauptproblem darin bestanden, die Seele mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen, und die Lösung hatte gelautet: Einsicht, Selbstbeherrschung und Tugend. …für die angewandten Naturwissenschaften heisst das Problem, die Wirklichkeit den Wünschen der Menschen gefügig zu machen; die Lösung liegt in der Technik.

Aus: C. S. Lewis. Die Abschaffung des Menschen. Johannes: Einsiedeln 2007.

Alle brauchen einen Edward

Die dritte Folge der “Twilight“-Saga schlägt wie eine Bombe ein. Die Neue Zürcher Zeitung schreibt zum Leinwand-Erfolg:

Der mediale Hype und die Vermarktung eines Bestsellers sind mit der «Twilight»-Saga zweifellos in buchstäblich sagenhafte neue Galaxien vorgestossen – «Harry Potter» war vorgestern. Und naturgemäss hat denn auch die dritte Folge «Eclipse» bei ihrem Start in den Staaten fast alle Rekorde gebrochen und nach fünf Tagen ein legendäres Einspielergebnis von 262 Millionen Dollar erzielt.

Dabei mag man sich als interessierte Kinogängerin mit leiser Verwunderung fragen, ob sich diese Massenhysterie unter den «Twilight»-Fans einzig und allein den indoktrinierenden Mechanismen der Kulturindustrie verdankt oder ob an Stephenie Meyers doch ziemlich grob hingeworfener Story irgendetwas dran ist, das den Nerv der heutigen Adoleszenz so sehr trifft, dass die Teenager nur noch dauerkreischen und in Edward-Kategorien denken können.

Hier geht es zum Artikel.

Väter (3): Der Vater als leitender Diener der Familie

Christopher Klicka, Anwalt und siebenfacher Vater, ist letztes Jahr 48-jährig an MS gestorben (Meldung hier).  Sein leidenschaftliches Plädoyer  für dienende Vaterschaft hat mich berührt. Klicka ist mir – ohne ihn je gesehen zu haben – Vorbild. Er ruft: „Väter, steht auf und übernehmt Verantwortung in einer Zeit der Selbstsucht!“ Was heisst das aber: Verantwortung zu übernehmen? An welchem Rollenmodell hat sich ein Vater zu orientieren?

Ich orientiere mich am Modell der dienenden Leiterschaft. Der Vater dient seiner Frau, seiner Familie und der Familie Gottes. Nach Gottes Plan wird jede biologische Familie zu einer Kirche im Kleinformat. Gott hat keine getrennten Leitungsprinzipien für Familie und Gemeindefamilie gegeben. Obwohl jede Einflusssphäre einen Zuwachs an Aufgaben und Verantwortung mit sich bringt, bleiben die Prinzipien gleich. Der Vater ist Leiter seiner Familie und bildet mit der Mutter ein Team. Beide bringen in diese gemeinsame Leitungsposition eine Einheit ein, die der ewigen Gemeinschaft in der Trinität entspricht.

Eine gute Darstellung des Modells findet sich in: Gene A. Getz. Kompetent leiten und führen. Francke: Marburg 2006. 

Passendes Buch: Power Perfected in Weakness: The Journal of Christopher J. Klicka.

Lernerlebnis Nr. 31: Der Klassiker – Eltern überfordern Kleinkinder mit einer Auswahlsendung.

„Möchtest du … oder … oder …?“ Eltern präsentieren ihrem dreijährigen Nachwuchs eine Auswahlsendung. Da frage ich mich: Wer hat nun welche Entscheidungskompetenz? Wer ist wohl mehr überfordert, der Erwachsene oder das Kind? Wer kann die Tragweite der Entscheidung besser abschätzen? Welche Muster etablieren sich dadurch in einer Eltern-Kind-Beziehung?

Wenn das Opfer bestraft wird

In modern humanistic society, the victim is penalized. There is no restitution, and there is increasingly light punishment of the criminal. Without restitution, crime becomes potentially profitable, and the victim is penalized by the state.

Aus: Rousas J. Rushdoony. Institutes of Biblical Law. P & R Publishing 1973.

Gott ist der Herr des Kinos

Als Christen müssen wir lernen Kunst zu empfangen und nicht zu benutzen. (C. S. Lewis)

Ein Film berührt die ganze Person. Da Gott auch Herr über das Kino und überhaupt über Erfahrungen ist, können Filme anregen, in eine gute Richtung zu wachsen. Die eigenen Antworten auf den Film haben etwas mit Gottes Charakter zu tun, da jeder Mensch in seinem Ebenbild gemacht ist.

Einige Fragen, die du dir selbst und möglicherweise anderen nach einem Film stellen kannst:

  • An welche Szene erinnerst du dich zuerst? Welches Gefühl hat dir das gegeben?
  • Was war deine Lieblingsszene? Welche war die aufregendste, welche die dümmste?
  • Was hat dich gelangweilt?
  • Was sagen diese Antworten über dich aus? Was sagt Gott zu dir?
  • Welches Verlangen ist in dir wach geworden?
  • Welche der Reaktionen würde Gott bestätigen, welchen widerstehen?
  • In welchem Charakter konntest du etwas entdecken?
  • Wen konntest du respektieren und wertschätzen?
  • Wohin führen dich deine Reaktionen?

Aus einer Vorlesung mit Robb Ludwick. Geistliches Wachstum im Kino…?

Passendes Buch: Nancy Pearcey. Saving Leonardo: A Call to Resist the Secular Assault on Mind, Morals, and Meaning.