Weihnachtsgeschichte: Ein ganz normales Poolgespräch zwischen Armin und seinem Coach

Ich schreibe jedes Jahr zu Weihnachten eine Andacht. Meist verbinden sich darin Erlebtes (darum die Geschichte) und Hoffnungsvolles (darum Andacht):

Armin hat alles: Eine grosse Eigentumswohnung mit zwei Badezimmern und einer Garage, ein 528er-BMW, ein i-Phone, einen grossen Flachbildfernseher, eine Frau, zwei Kinder, ein geregeltes Einkommen, Einsitz im erweiterten Direktionskader der Bank, ein Team, zwei grössere Urlaube im Jahr. Doch Armin hat auch eine andere Seite, die er eigentlich nur dort im Pool kurz zeigte: Armin lebt mit Enttäuschungen – Kindern, die ihm über den Kopf wachsen, eine Frau, die im anderen Zimmer schläft, einem Chef, der ihm viel delegiert, ein fremdbestimmter Arbeitstag und eine lustlose Freizeit. Er träumt von einem kleinen Atelier, in dem er Trompeten bauen kann. Ist das nur gehobene Mittelstands-Depro-Stimmung?

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Weihnachten – für wen?

John Redmond beantwortet diese Frage mit der erstaunlichen Antwort: Weihnachten ist für die Menschen, die sie am meisten hassen!

Jesus came for those who look in the mirror and see ugliness. Jesus came for daughters whose fathers never told them they were beautiful. Christmas is for those who go to “wing night” alone. Christmas is for those whose lives have been wrecked by cancer, and the thought of another Christmas seems like an impossible dream. Christmas is for those who would be nothing but lonely if not for social media. Christmas is for those whose marriages have careened against the retaining wall and are threatening to flip over the edge. Christmas is for the son whose father keeps giving him hunting gear when he wants art materials. Christmas is for smokers who cannot quit even in the face of a death sentence. Christmas is for prostitutes, adulterers, and porn stars who long for love in every wrong place. Christmas is for college students who are sitting in the midst of the family and already cannot wait to get out for another drink. Christmas is for those who traffic in failed dreams. Christmas is for those who have squandered the family name and fortune—they want “home” but cannot imagine a gracious reception. Christmas is for parents watching their children’s marriage fall into disarray.

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Muss sich der Mensch seine Bestimmung selber geben?

Der Mensch muss Sinn in und aus sich selbst finden. Das ist immer wieder zu lesen, z. B. hier:

Die Idee der Pädagogik kommt in ihrer geschichtlichen Ausgestaltung mithin dort zu sich selbst, wo der Gedanke der geschicchtlichen Selbsthervorbringung des Menschen icht mehr nur den Grund für eine Bestimmung des Menschen angibt, sodnern selbst zur Bestimmung des Menschen wird: Der Mensch ist jenes Wesen, das seine Bestimmung nicht von aussen empfängt, sondern sich selber gibt und selber geben muss, um auf diese Weise zum Autor seiner eigenen Lebnens- und Sinngeschichte zu werden. (Winfried Böhm. Geschichte der Pädagogik. Verlag C. H. Beck: München 2007. S. 10.)

Dem steht die christliche Auffassung gegenüber:

Erziehung und Lernen sind untrennbar mit Gott verbunden. Die Bibel, Gottes besondere Offenbarung an den Menschen, hat die Funktion, die Menschen „für jedes gute Werk“ zu erziehen (2Tim 3,16+17). Erziehung zielt damit auf den Lebensvollzug, und Lernen bezieht sich auf die von ihm geschaffene Wirklichkeit und seine Ordnungen. Das bedeutet: Der Mensch soll nicht in erster Linie als Bürger einer Gesellschaft erzogen werden, indem er deren aktuelle Werte und Konventionen verinnerlicht, sondern als Geschöpf Gottes die ihm verliehenen Gaben entwickeln.

Gott als Lückenfüller?

Beachten Sie, dass ich von keinem ‚Gott als Lückenfüller’ ausgehe, einem Gott, der nur die Dinge erklären soll, welche die Naturwissenschaft noch nicht erklärt hat. Ich nehme einen Gott an, um zu erklären, was die Naturwissenschaft erklärt; ich streite nicht ab, dass die Naturwissenschaft etwas erklärt, aber ich nehme die Existenz Gottes an, um zu erklären, warum die Naturwissenschaft etwas erklären kann.

Aus: Richard Swinburne. Gibt es einen Gott? Ontos-Verlag: Heusenstamm 2006.

Ist Individualismus verwerflich?

Es gehört schon fast zum guten Ton über den “westlichen Individualismus” zu schimpfen. Der Blick in andere Gebiete dieser Erde zeigt: Dort liesse sich eher das Gegenteil sagen. Man würde sich mehr Individualismus wünschen! Politiker und Unternehmensführer jeder Couleur züchten nicht Individuen, sondern Ja-Sager heran. D. A. Carson stellt im Blick auf die Bibel eine Balance zwischen “ich” und “wir” fest. Negativ: Wir sündigen alleine und in Gesellschaft! Positiv: Wir stehen als Einzelne vor Gott und dienen “einander”.

The sad fact is that we human beings will corrupt anything and everything we touch, including both individualism and communitarianism/collectivism. … The fundamental issue is whether individuals and communities live their lives in this broken world, by the grace of the gospel, in joyful submission to our Maker, Redeemer, providential Ruler, and coming Judge.

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